Studie: Erneuerbare Stromquellen immer günstiger

Foto: Rainer Sturm

Vorteil für die Erneuerbaren: Im Gegensatz zu den steigenden Energiepreisen bei fossilen und nuklearen Stromquellen sinken die Stromgestehungskosten aller erneuerbaren Energien seit Jahrzehnten kontinuierlich. Das ergibt eine Studie Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, die jetzt die Agentur Pressetext zitiert. „Wesentliches Ergebnis“ sei „dass die Stromgestehungskosten bei der Photovoltaik nicht nur in Regionen mit sehr hoher Sonneneinstrahlung, sondern auch in Deutschland unterhalb des Endkundenstrompreises“ lägen.

An deutschen Standorten, zitiert Pressetext, bezifferten diese Kosten sich bei „Photovoltaik-Kleinanlagen auf 14 bis 20 Cent je Kilowattstunde“. Für Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Süddeutschland ergäbe sich ein Wert zwischen 13 und 14 Cent. „Die hohen Kapitalkosten in vielen südlichen Ländern erhöhen die Stromgestehungskosten erheblich, der Vorteil der starken Sonneneinstrahlung kommt dadurch nicht so stark zum Tragen wie er könnte“, sagte Thomas Schlegl, der Leiter der Abteilung Renewable Energy Innovation Policy, am Frauenhofer ISE laut Agentur.

„Auch die Wettbewerbsfähigkeit von Windenergieanlagen gegenüber konventionellen Kraftwerken ist an guten Windstandorten erreicht", sagt Eicke R. Weber, Leiter des Fraunhofer ISE. Die Kosten von Onshore-Windenergieanlagen lägen demnach heute zwischen sechs und acht Cent je Kilowattstunde und damit im Bereich der konventionellen Kraftwerke aus für Stein- oder Braunkohle und Kernkraft.

Bei allen Erneuerbaren Energiequellen sinken die Kosten, zitiert Pressetext die ISE-Forscher. „Getrieben wird diese Entwicklung durch technologische Innovationen wie den Einsatz günstigerer und leistungsfähigerer Materialien“, betont Thomas Schlegl. Hinzu kämen ein reduzierter Materialverbrauch, effizientere Produktionsprozesse und die Steigerung von Wirkungsgraden. Lediglich Rohstoffpreissteigerungen und eine schlechtere Standortauswahl könnten zu steigenden Stromgestehungskosten führen.

Trotz niedrigerer Stromgestehungskosten liege laut der Studie der deutsche Solarmarkt am Boden. „Die weltweiten Photovoltaik-Märkte sind derzeit durch Überkapazitäten gekennzeichnet, weil die Produktionskapazitäten schneller gewachsen sind als die Nachfrage.“ Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, ordnet diese Aussage jedoch ein: „Das ist eine temporäre Situation. Die Photovoltaik ist und bleibt ein absoluter Zukunftsmarkt.“

Der Verband erwarte, dass sich der Solarmarkt bis 2020 mindestens verdreifacht. „Solarstrom ist in den vergangenen Jahren schon rasend günstiger geworden und dieser Trend hält weiter an.“

 

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