Erneuerbare verdoppeln – ohne Zusatzkosten

Windenergie Foto: ap/Kellermeister

Klingt nach Wundertüte: Verdoppelung der erneuerbaren Energie schon 2030 – ohne zusätzliche Kosten, aber mit auf gut 16 Millionen Menschen verdreifachter Beschäftigten-Zahl! Dies Szenario malt eine jetzt bei der aktuellen Konferenz in Abu Dhabi vorgelegte Studie der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA).

Knappo 1.000 Delegierte aus 140 Ländern der Erde berieten in den Vereinigte Arabischen Emiraten eine Woche lang über die Lösung der Energieprobleme auf dem Globus. Mit dabei: mehr als 70 Energieminister .

Die maßgeblich auf Initiative Deutschlands 2009 in Bonn gegründete IRENA mit Sitz in Abu Dhabi stellte dabei ihre Untersuchung zum Thema vor. Demnach ließe sich der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Erzeugung bis 2030 auf dann 30 Prozent gegenüber heute verdoppeln. Basis dieser Berechnungen sind Daten einer Analyse in 26 Ländern. Diese stehen immerhin für „drei Viertel des weltweiten Energieverbrauches“, ordnet das Bundesumweltministerium (BMU) den Wert der Studie ein.

 

Erneuerbare Energie als Jobwunder ohne Zusatzkosten

 

„Gesamtwirtschaftlich betrachtet entstehen durch eine Verdopplung des Anteils der erneuerbaren Energien keine zusätzlichen Kosten“, heißt es im BMU. Weiter betont das Ministerium: „Dies liegt daran, dass externe Kosten vermieden werden können, weil Umwelt- und Gesundheitsschäden verringert werden können. Gleichzeitig könnte der Anteil der weltweit im diesem Sektor arbeitenden Menschen auf gut 16 Millionen Beschäftigte verdreifacht werden.“

IRENA ist die weltweit am schnellsten wachsende internationale Organisation. Mit dabei ist neuerdings auch China. Den Beitritt des Landes zum 2. Januar 2014 bezeichnet das BMU als „Meilenstein“.


pit

 

 

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