Teufelskreis: Pflanzen heizen doch auch Klimawandel an

Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Zuviel Kohlendioxid in der Luft lässt Blätter an Pflanzen dicker wachsen. Ein Teufelskreis: Denn das führt dazu, dass Bäume oder Blumen weniger CO2 einlagern. Stattdessen heiuzen sie das Klima zusätzlich auf, weil sie das Treibhausgas abgeben statt es zu spreichern.

Diesen Effekt der sich immer weiter aufheizenden Erdatmosphäre erkannten und berechneten jetzt zwei Wissenschaftlerinnen der University of Washington. Abigail Swann und Marlies Kovenock fütterten mit ihren Erkenntnissen, die sie jetzt online publizierten, die Computer verschiedener Klimamodelle anderer Wissenschaftler.

 

Klima-Effekt fast so schlimm wie Verbrennen fossiler Treibstoffe

 

Ergebnis: Die dickeren Blätter von Bäumen, Gräsern oder Blumen werden im Laufe des Jahrhunderts wohl zusätzlich fast 6,5 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre entweichen lassen anstatt das Gas einzulagern und dadurch den Klimawandel abzubremsen. Das ist fast so viel wie jene 8,8 Milliarden Tonnen, die wir Menschen durch das Verbrennen fossiler Kraftstoffe in die Luft blasen.

 

 

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Noch sei wissenschaftlich zu wenig darüber bekannt, warum Pflanzen dickere Blätter bekommen, wenn sie in einer kohlendioxidreicheren Luft wachsen. Swann und Kovenock jedoch beobachteten den Effekt an verschiedenen Baumartren ebenso wie an Weizen, Reis oder Mais oder Kartoffeln. Die Wissenschaftlerinnen maßen bis zu einem Drittel dickere Blätter. Für die Forscherinnen ist dies eine Art, wie Pflanzen auf die veränderte Umwelt reagieren - fatalerweise verschlimmert die Reaktion jedoch auch die Ursache für diesen Wandel, wenn sie dadurch dann weniger CO2 speichern, sondern das Gas im Gegenteil noch an die atmosphäre abgeben.


pit

 

 

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