03.09.2019

Mercosur, Gen-Soja und Billigfleisch stoppen!

© 2019 European Union

In einem Interview während einer Protestkundgebung vor der brasilianischen Botschaft in Wien erklärt Sebastian Bohrn Mena, Initiator des österreichischen Tierschutzvolksbegehrens, die Zusammenhänge zwischen den Waldbränden im Amazonasgebiet, dem MERCOSUR-Abkommen mit Lateinamerika und der heimischen Schweinefleischproduktion, die sich gerne mit Österreichs bekanntestem Qualitätszeichen „AMA-Gütesiegel“ schmückt und damit aber indirekt die Brandrodungen und somit auch die Klimakrise unterstützt. Denn das dort angebaute genmanipulierte Soja landet auch in den Futtertrögen der europäischen Massentierhaltung. Alleine nach Österreich werden davon jährlich 600.000 Tonnen importiert.

 

Bohrn Mena appelliert an die Politik und die EU-Staaten, sich ihrer Verantwortung zu stellen, und geht dabei auch auf das größere Bild des „Freihandels“ ein, der letztendlich weder den BürgerInnen in Brasilien und Lateinamerika noch in Österreich und der EU nutzt. Die wichtigste Botschaft lautet: Auch wir selber können eine Veränderung unterstützen, indem wir uns informieren, unsere Stimme erheben und aktiv werden.

 

Hintergrund: Das seit Mai diesen Jahres laufende österreichische Tierschutzvolksbegehren wurde von Sebastian Bohrn Mena ins Leben gerufen und fordert Schluss mit Qualzucht (Käfighaltung, Amputationen, Kükenschreddern, lange Tiertransporte usw.), mehr Transparenz für Konsumenten und Konsumentinnen sowie Unterstützung der heimischen Bauern und Bäuerinnen für eine artgerechte, zukunftsfähige und nachhaltige Landwirtschaft. Zusammengefasst lautet das Motto:

 

„Gut für die Tiere, gut für uns Menschen und unsere Umwelt!“

 

Das Tierschutzvolksbegehren in Österreich läuft noch bis Herbst nächsten Jahres und kann von jedem auf allen Gemeindeämtern oder per Handy-Signatur mit gezeichnet werden. Passend dazu gibt es in Österreich seit dieser Woche auch ein Klimavolksbegehren, das bereits jetzt genügend Unterschriften für die Einreichung beim Innenministerium in Wien gesammelt hat.

 

Beide Begehren hängen thematisch zusammen, denn es gibt keinen effektiven Klima- und Umweltschutz ohne die Abschaffung der Massentierhaltung und die Rückkehr zu einer regionalen, vernünftigen Landwirtschaft ohne globale Handelsströme.

Autor: Pressenza

 

Weitere Infos:

tierschutzvolksbegehren.at

klimavolksbegehren.at

 

Der Originalartikel kann hier auf der Seite unseres Partners Pressenza besucht werden

 

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