Tübingen will City-Maut für kostenlose Busse

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Boris Palmer prescht bei City-Maut voran: „Weniger Staus und Lärm, bessere Luft, weniger Blech, dafür mehr Raum für Menschen auf Straßen und Plätzen“, beschrieb der Rathauschef der Universitäts-Stadt Tübingen den Effekt der jüngst von einigen Länderministern angeregten neuen Abgabe für Autofahrer.

Der grüne Tübinger Stadtpolitiker nutzte Bild am Sonntag als Lautsprecher für seine Offensive: „London hat sie. Stockholm hat sie. Mailand hat sie. Die City-Maut ist bereits Realität in europäischen Städten. Wo sie eingeführt wird, sind die Erfahrungen immer positiv.“

 

Ein-Euro-Maut soll 20 Millionen in Kasse spülen

 

Dem Tübinger Lokalblatt rechnete Palmer vor, dass seine Idee pro Jahr rund 20 Millionen Euro ins Stadtsäckel spüle – Geld mit dem er den Nahverkehr künftig für alle kostenlos anbieten könne, das Radwegenetz und extra Busspuren sollen die Mobilität der Tübinger verbessern.

Entscheiden sollen über die Einführung der neuen Maut die Tübinger selbst – per Bürgerentscheid.

 

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„Egal wie gut der öffentliche Nahverkehr ausgebaut ist“, zitiert die Nachrichtenagentur dapd Boris Palmer, „so lange die Straßen umsonst sind, stehen wir alle zusammen im Stau.“ Nur mit einer City-Maut komme der Verkehr in den Zentren schneller voran.

Das, so der Oberbürgermeister, nütze auch dem Handel. Zudem sollen die Mauteinnahmen dabei helfen, die Feinstaubbelastung in den Straßen der Stadt am Neckar zu verringern.

Palmers Wegezoll für eine Fahrt in die Tübinger City soll, so vermelden mehrere Medien, einen Euro betragen. Mautkontrollhäuschen, das berichtet der baden-württembergische Lokalradiosender Antenne 1 würde die neue Gebühr allerdings nicht mit sich bringen – „die Erhebung soll auf elektronischem Wege erfolgen“.

 

Citymaut wirksamste Lösung für die Einwohner

 

„Wer das Klima schützen, die Menschen in der Stadt von Lärm, Dreck und Abgasen entlasten, Staus reduzieren und öde Asphaltflächen für bessere Zwecke frei machen will, muss den Autoverkehr in der Stadt verringern. Dafür ist eine Kombination des Ausbaus von Bus, Bahn und Rad mit einer City-Maut die beste und wirksamste Lösung“, sagte Palmer dem Radiosender.

 

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