UBA bezieht neues Nullenergiehaus

UBA-Nullenergiehaus Grtafik: UBA

Umweltbundesamt (UBA) bezieht Nullenergiehaus: Das Ziel für den ökologischen Modellbau in Marienfelde, in dem 31 UBABeschäftigte arbeiten sollen, ist hoch gesteckt: Das „Null-Energie-Haus“ muss sich komplett selbst mit Energie versorgen.

„In einem Jahr wissen wir, ob wir das anspruchsvolle Ziel erreicht haben“ , betonte jetzt UBA-Präsident Jochen Flasbarth bei der Eröffnung des Neubaus. Durch die Nutzung regenerativer Energien und hoher baulicher und technischer Standards soll der Bürokomplex eine ausgeglichene Energiebilanz vorzuweisen. Mindest-Ziel ist das Erreichen des neuen EU-Standard für Niedrigstenergiehäuser, der für öffentliche Gebäude ab 2019 gilt.

Anfang September ist Umzug. Dann nehmen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des UBA nach einer Bauzeit von 20 Monaten in den neuen Büroräumen im „Haus 2019“ an ihren Schreibtischen Platz.

 

Neuer EU-Energiestandard für Häuser gilt ab 2021

 

Der Name „Haus 2019“ bezieht sich auf die Richtlinie der EU zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Sie sieht einen Standard für Niedrigstenergiegebäude vor und gilt für öffentliche Institutionen bereits ab 2019. Für alle anderen Neubauten greift die neue EU-Regelung ab 2021.

Das Umweltbundesamt will mit gutem Beispiel voran gehen. Die Behörde verlangt für seine Neubauten diesen Standard bereits jetzt.

„Während das Errichten des Gebäudes dank der Holztafelbauweise nur wenige Wochen beanspruchte“, beschreibt das amt den Bau des neuen Bürohauses, „stellten der Innenausbau und die technische Gebäudeausrüstung eine besondere Herausforderung dar.“ Wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des Projekts sei die Qualität der Bauausführung: „Die Prüfung der Luftdichtheit der Gebäudehülle unterbietet sogar die höchsten Anforderungen“, betont die Pressemitteilung zum „Haus 2019“. Gleiches gelte für die Luftqualität in den Büroräumen.

Am Neubau soll in der Bilanz eines Jahres so viel Energie erzeugt werden, wie das Gebäude im Betrieb benötigt. Das ist erklärtes UBA-Ziel. „Die Versorgung erfolgt ausschließlich mit regenerativen Energien: durch Photovoltaik und eine Wärmepumpe, die den Energiegehalt des für betriebliche Zwecke geförderten Grundwassers nutzt“, beschreibt die Pressstelle den Bau.

 

Energieoptimierung soll Nutzkomfort nicht einschränken

 

Alle technischen Anlagen und Arbeitsmittel wählten die Architekten nach höchsten Effizienzstandards aus. „Die hohen energetischen Anforderungen sollen aber nicht auf Kosten des Nutzerkomforts gehen“, betont das Bundesamt. In der ersten Nutzungsphase würden deshalb die Einstellungen der Gebäudeautomation mit den realen Bedingungen und dem konkreten Verhalten der Nutzer und Nutzerinnen abgeglichen: „Dadurch soll der Anlagenbetrieb sowohl optimiert als auch nutzergerecht gestaltet und eine ausgeglichene Energiebilanz erreicht werden.“

 

 

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