US-Armee investiert in mobile Solarkraftwerke

Foto: photocase/deinheld

Die US-Army fördert massiv „grüne“ Technologie. Die Forscher im Auftrag des Pantagon treten damit eine ethische Debatte los: Um ihre Eingreiftruppen in der unwegsamen Fremde unabhängiger vom Nachschub zu machen, investiert das Militär derzeit Millionen aus dem Verteidigungsetat in modernste Technologie - neuerdings installieren die GIs in Afghanistan mobile Solarkraftwerke der kalifornischen Firma SunDial. Rund 30 Kilowatt Sonnenstrom erzeugen 120 PV-Panele aus einem Transportcontainer, der in zwei Stunden einsatzbereit aufgebaut ist…

SunDial-Chef Dan Rice und sein Vize Keegan Cotton sind ebenso wie ihr Partner Lee Van Arsdale Westpoint-Absolventen und Kriegsveteranen. Sie wissen, was die Truppe im Einsatz braucht. Aber auch, wofür der Kongress Geld spendiert: Auch die Entwicklung von Computer, Internet oder der Handys trieben vorwiegend Militärs voran, ehe die neuen Technologien ihren Einzug in Büros und Wohnzimmer fanden.

Der Einsatz mobiler Solarkraftwerke macht die US-Army vor allem Dieselnachschub unabhängig. Damit fällt eine schwierige logistische Aufgabe weg, die zugleich immer eine Achillesferse der Truppe ist. Daher testen die Special Operations Forces mit der Mobile Solar Power Initiative seit 2010 den Einsatz erneuerbarer Energie zur Versorgung auf einem Übungsgelände in Maryland. „Das verringert die Lieferung des Spezialtreibstoffs „JP-8“erheblich“, schreibt Sustainable-Business. Inzwischen sind die ersten Kraftwerke auch am Hindukusch im Einsatz.

Fünf bis sechs Arbeiter reichen, um die 120 Panele aus dem Schiffscontainer zu packen und aufzubauen Nach zwei Stunden liefert sie den ersten Sonnenstrom, der zudem Batterien auflädt, um die Soldaten auch in der Nacht zu versorgen.

„Für solche Systeme gibt es später vielfältige Verwendungschancen“, sagt Dan Rice: bei Arbeiten abseits der Zivilisation oder für Hilfsprojekte nach Katastrophen. Er argumentiert obendrein mit den Kosten. In abgelegenen Regionen seien erneuerbare Energien allemal günstiger als Dieselgeneratoren zur Stromerzeugung.

 

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