Verbraucher zahlen freiwillig mehr für Ökostrom

Foto: ©istock/Rallef

Verbraucher zahlen mehr für Ökostrom, wenn der von einer Genossenschaft oder Stadtwerken kommt: Das erhoben jetzt Wissenschaftler der Humboldt-Universität (HU) in Berlin , des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und der Universität Erfurt gemeinsam mit den Demoskopen von forsa.omninet in einer Studie.

Bis zu vier Cent geben demnach Verbraucher für Ökostrom aus, wenn der Anbieter eine Genossenschaft ist. Immerhin noch 2,7 Cent mehr als sonst sind sie bereit an ein Stadtwerk für ihren grünen Strom zu zahlen.

 

Stadtwerke und Genossenschaften können Image-Vorteil nutzen

 

Damit steht für die Wissenschaftler fest: Die Verbraucher beruhigen sich ihr Gewissen mit dem Aufpreis. Denn: „Da die Verbraucher die Herkunft von Ökostrom nur schwer nachvollziehen können, wird die Glaubwürdigkeit des Anbieters wichtiger“, kommentiert Jens Rommel von der HU das Ergebnis der Studie. Stadtwerken und Genossenschaften genießen offensichtlich ein besseres Image bei den Kunden. Der Wissenschaftler glaubt, es gelinge ihnen besser als privaten Anbietern, „das Vertrauen der Kunden zu gewinnen.“

Die Wissenschaftler plädieren darum dafür, den Wettbewerb durch „ Akteursvielfalt auf dem Ökostrommarkt“ zu erhalten. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Identität von Verbraucher und Produzent bei Ökostrom zusätzlichen Nutzen schafft und somit die gesamtwirtschaftlichen Kosten der Energiewende sinken“, ziehen sie den Schluss aus ihrer Arbeit.

 

Energiewende auch abhängig von der Wahlfreiheit für Stromkunden

 

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Energiewende am Strommarkt davon abhängt, welche Wahl die Verbraucher treffen. „Um diese Entscheidungen auf einer guten Grundlage zu treffen, brauchen die Kunden vor allem einen guten Zugang zu Informationen“, sagt Projektleiter Markus Hanisch. „Die Politik könnte dazu beitragen, dass mehr Transparenz geschaffen und Informationsunterschiede behoben werden.“


red

 

 

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