Verstrahltes Wasser: Neues Verfahren zum Reinigen

Radioaktiver Abfall im AKW Fukushima Foto: Prof. Haruhiko Aokumura CC

Radioaktive Stoffe aus verstrahltem Wasser filtern: Natriumtitanat (Na2TiO3) ist ein bewährtes Material dafür. Bisher wurde es in körniger Form eingesetzt. Forschern an der University of Helsinki ist es jetzt gelungen, Na2TiO3 in eine Form zu bringen, die den Entgiftungsprozess massiv beschleunigt. Außerdem bleibt weniger radioaktiver Abfall übrig.

"Die Forscher haben Na2TiO3 über das sogenannte Elektrospinnen in hauchdünne Fäden umgewandelt", berichtet jetzt die Agentur Pressetext.

Von diesen Fäden knüllten sie Millionen zusammen. Läuft dann das verseuchte Wasser durch dieses Material, reinigen die Fäden das verseuchte Wasser.

 

Verfahren kann in Fukushima verseuchtes Wasser reinigen

 

Das Verfahren kann bei Störfällen eingesetzt werden, bei denen radioaktives Wasser frei wird. Es bietet sich auch an, schreibt die Agentur, um "die gigantischen Mengen an verseuchtem Wasser, die nach dem Unfall in Fukushima eingelagert worden sind, zu reinigen".

Derzeit arbeitet man dort mit der herkömmlichen Methode, dem Einsatz von körnigen Ionentauschern.

 

 

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"Der Vorteil des elektrogesponnenen Natriumtitanats liegt darin, dass der Ionenaustausch schneller vonstatten geht", zitiert Pressetext Risto Koivula. Er ist Spezialist für die Ionenaustauschtechnik. Beim Kontakt von Strontium und Na2TiO3 finde ein Austausch von Natrium- und Strontiumionen statt, erklärt die agentur das Verfahren der Wasserreinigung: "Wenn die Kapazität erschöpft ist, muss das gesamte Material als radioaktiver Abfall sicher eingelagert werden. Weil die Oberfläche der elektrogesponnenen Fasern weitaus größer ist als die von körnigem Na2TiO3, fällt weitaus weniger Abfall an."

 

Nanometerdicke Fäden sammeln radioaktive Isotope auf

 

 

Na2TiO3-Filter Foto: helsinki.fi/en

Die Anlage zur Herstellung der nanometerdicken Fäden wurde am Exzellenzzentrum für die Abscheidung von Atomlagen auf einem Substrat aufgebaut, die Mikko Ritala leitet. Die Anlage besteht aus einer feinen Düse und einem Kollektor. Zwischen ihnen wird eine elektrische Spannung von einigen 1.000 Volt aufgebaut, die gewissermaßen das Spinnrad ersetzt, das klassische Gerät zur Herstellung von Garnen.

Das zu verspinnende Material muss in flüssiger Form vorliegen. In diesem Fall schweben Nanopartikel aus Na2TiO3 in einem Gemisch aus Ethanol und Essigsäure. Die elektrische Spannung beschleunigt diese Emulsion.


red

 

 

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