Vor 30 Jahren: Solarkraftwerk in Deutschland

Modernes Sonnenkraftwerk Foto: Wikimedia-Commons/W.J.Pilsak

30 Jahre Solarkraftwerke in Deutschland: Am 12. Juli 1983 zapfte auf der Nordseeinsel Pellworm zum ersten Mal ein Solarkraftwerk in Deutschland die Energie der Sonne ab. Dem Boom der Photovoltaik folgte allerdings aktuell eher eine Flaute: Die Sonnenstrom-Kraftwerke stecken in einer Krise.

 

Mit einer Fläche von 28.000 Quadratmeter – rund zwei Fußballfelder groß - war das Sonnenkraftwerk auf der sonnigen Nordseeinsel die größte Photovoltaik-Anlage Europas. Das Projekt war Teil eines Programms der Europäischen Gemeinschaft und sollte die Entwicklung der Solar-Technologie vorantreiben. Das gelang auch. Immerhin gab es Ende 2012 in Deutschland nach Angaben des Branchenverbands BSW in der Republik fast 3,1 Millionen Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Wärme durch die Kraft der Sonne.

 

Solarkraft stärkt auch die Wirtschaft in Deutschland

 

Die Branche kann stolz sein: Ihre 120.000 Mitarbeiter erwirtschafteten 2012 gut 19 Milliarden Euro, und ihre Produkte ersparten der Atmosphäre 2012 rund 21 Millionen Tonnen Kohlendioxid.

 

Die alten Module der Pilotanlage auf Pellworm sind längst abgebaut. Sie mussten neuen weichen. Auch viele private Investoren sind aktuell eher verunsichert, seit die Förderung der Photovoltaik zurück gefahren worden ist. Die neu installierte Leistung bei Photovoltaik-Anlagen in Deutschland hatte sich in den zurückliegenden Monaten nach Angaben des Branchenverbands der Solarwirtschaft halbiert.

 

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) ist dennoch sicher: „In 2013 wird trotz eines abgeschwächten Zubautempos ein Überspringen der 5-Prozent-Marke am gesamten deutschen Strommix erreicht werden.“ Dafür jedoch müsse die Bundesregierung den Umbau der Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien in der kommenden Legislaturperiode „kraftvoll vorantreiben“, fordert der BSW. Andernfalls drohe Deutschland den in den letzten Jahren mühsam erarbeiteten Technologievorsprung zu verspielen. Bürgern und Unternehmern, die in die Energiewende investieren wollen, müsse geholfen und ihnen keine neuen Hindernisse in den Weg gelegt werden, so der Branchenverband.


pit

 

 

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