Vorbild Kirche: Ausstieg aus fossiler Wirtschaft

Screenshot: Forrest Ethics

Vorbild: Kanadas protestantische Kirchen gehen voran. Die United Church of Canada kündigte knapp sechs Millionen Dollar Rücklagen und Investments in Aktien der Ölindustrie. Die Evangelen protestieren damit gegen die noch immer herrschende Energiepolitik ihres Landes. Sie wollen das Geld künftig in nachhaltigen Fonds anlegen und damit ein Zeichen für den Klimaschutz setzen.

 

Den Schritt hatte der National Observer öffentlich publiziert. Dabei ist der kanadischen Kirche klar, dass die 5,9 Millionen kanadischer Dollar (knapp 4,1 Mio €) nicht die Wirtschaft des nordamerikanischen Landes ins Wanken bringen. Die Mitglieder der Kirchen wollen aber ein Zeichen setzen „zur Wahrung der Schöpfung und die Sorge über den Klimawandel zum Ausdruck bringen“, sagte dazu Christine Boyle vom Generalrat der United Church of Canada.

 

Kirche will mit Kritik die Klimaschützer im Kanada stärken

 

Immer mehr Kirchenführer beziehen weltweit mit ähnlichen Aktionen deutlich Position in Sachen Klimawandel und Umweltschutz. Jüngst hatte auch Papst Franziskus in Rom in seiner Enzyklika in eindeutigen Worten zur Umkehr gemahnt.

 

Die kanadischen Protestanten verstehen ihren Schritt auch als Warnung an die Politiker des Landes. „Den Menschen fehlt“, sagt Boyle, „klare Führerschaft in Politik und in den Management-Etagen der Wirtschaft. Wir müssen endlich falsche Weichenstellungen anprangern, die weitere Umweltzerstörung durch menschliche Aktivitäten sanktioniert.“ Die Kirche hoffe, dass ihre Entscheidung die kanadischen Klimaschützer stärken werde.


pit

 

 

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