Weltgrößte Ökostrom-Wasserstoff-Anlage in Mainz

Screenshot: Allgemeine Zeitung Mainz

Der Promi-Aufwand unterstreicht die Bedeutung: In Mainz eröffnete die bislang weltgrößte Produktionsanlage für „grünen“ Wasserstoff. Sie liefert künftig Treibstoff für die Motoren in 2.000 Autos mit Brennstoffzellen-Antrieb.

Für Siemens-Vorstandsmitglied Siegfried Russwurm ist die 17 Millionen Euro teuere Anlage im Gewerbegebiet von Hechtsheim ein „Brückenschlag von der Vision zur industrietauglichen Realität“ der Energiewende. So zitiert den Manager die Allgemeine Zeitung Mainz. Für den Chef im Mainzer Rathaus, Michael Ebling (SPD), der „Vorstoß in eine neue Dimension“.

 

Strom-Produktion ohne klimaschädliches Kohlendioxid

 

Die Anlage ist kleiner als eine Tennishalle. Sie könne helfen, ein wichtiges Problem zu lösen: das Speichern von überschüssiger Energie, beschreibt die Zeitung ihre Bedeutung vor allem für das weitere Gelingen des Projekts „Energiewende“. Die Produktion in Sichtweite zu vier Windrädern, von denen sie ihren Strom bezieht, wandele diesen in Wasserstoff um – ohne dabei das klimaschädliche Kohlendioxid zu produzieren.

Die Zeitung: „Zum Einen wird der Wasserstoff ins Erdgasnetz gespeist, um dort wieder in Strom oder Wärme verwandelt zu werden, zum Anderen in Brennstoffzellen für entsprechend angetriebene Fahrzeuge. Trotz der bisher unerreichten Größe ist die Anlage ein Pilotprojekt.“

Stadtwerke-Vorstand Dr. Tobias Brosze sieht sein Haus als „Vorreiter der Energiewende“. Das erklärte Ziel sei, fossile Energieträger wie Kohle zunehmend zurückzudrängen. Doch neben dem Ausbau der Erneuerbaren müsse auch darauf geachtet werden, dass die Strukturen bezahlbar blieben. Strom müsse daher mit Wärme ebenso verbunden werden wie mit Mobilität. Die in Hechtsheim angewandte „Power to Gas“-Technik sei dabei ein wichtiges Bindeglied.


red

 

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