Weltklimarat: 1Billion Euro Klimaschäden bis 2100

Foto: Stefan Kuehn/Wikimedia (CC BY 3.0)

Damit rechnet der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) laut Zeitungsberichten bis zum Ende dieses Jahrhunderts. Bei einem Temperaturanstieg von 2,5 Grad werde die weltweite Wirtschaftsleistung um 0,2 bis 2 % zurückgehen, zitierte die japanische Zeitung Yomiuri Shimbun am Freitag aus dem zweiten Teil des neuen Sachstandsberichts, der Ende März in Yokohama verabschiedet werden soll. Das entspreche einem Verlust von 147 Milliarden bis 1,45 Billionen Dollar.

 

Die Klimaexperten warnen dem Bericht zufolge nicht nur vor einem Rückgang der weltweiten Ernteerträge um bis zu zwei Prozent in jedem Jahrzehnt, sondern auch vor einem Landverlust durch steigende Meeresspiegel, der Millionen Menschen vor allem in Asien heimatlos machen könnte.

 

Bereits im ersten Berichtsteil, der im September in Stockholm veröffentlicht worden war, warnten die Klimaexperten vor einer steigenden Erderwärmung von bis zu 4,8 Grad bis zum Ende dieses Jahrhunderts. Wissenschaftler warnen schon seit langem vor einem Temperaturanstieg um mehr als zwei Grad, weil sie fürchten, dass dann die Umweltfolgen wie etwa häufigere Dürren und Stürme kaum noch beherrschbar wären.

 

Die beiden Berichtsteile zu den Folgen des Klimawandels und den Vermeidungs- und Anpassungsstrategien sollen Ende März und im April erscheinen, eine Zusammenfassung aller Ergebnisse voraussichtlich Ende Oktober 2014.

Der 1988 gegründet IPCC hat sich zur Aufgabe gemacht, den politischen Entscheidungsträgern möglichst objektiv über den Stand der Klimaforschung zu informieren. Dazu trägt das Gremium die weltweiten Forschungsergebnisse in einem Sachstandsbericht zusammen. Seit 1990 wurden vier Sachstandsberichte veröffentlicht, der letzte davon im Jahre 2007. Im gleichen Jahr wurde der Weltklimarat gemeinsam mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore, mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.


hjo

 

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