Klima neutral und CO2-reduziert drucken

Historische Druckmaschine Foto: Wikimedia CC 4.0/Texaner

Kein Unternehmen kann darauf verzichten: Werbemittel wie Flyer, Prospekte und Broschüren. Sie informieren die Kunden über das Angebot des Betriebs und erhöhen die Kundenbindung.

 

Auch gute Unternehmen geraten in Vergessenheit, wenn sie nicht durch Werbung immer wieder von neuen an sich erinnern. Der Wiedererkennungswert steigt, wenn Firmen regelmäßig mit Kurzinformationen auf sich aufmerksam machen. Erfreulich ist, dass immer mehr Unternehmen bei der Herstellung der Werbemittel auf einen ressourcenschonenden Druck achten.

 

Der Unterschied macht's: Abgrenzung der Verfahren

 

Seit Jahren ist die Menge an Kohlendioxid (CO2), die bei der Herstellung eines Produkts anfällt, ein Maß für die Belastung des Klimas. Hierbei werden die CO2-Mengen aller Materialien, die für den Druck erforderlich sind, erfasst. Hinzu kommen die Mengen, welche

 

- durch den Betrieb der Maschinen

- die Anfahrt der Mitarbeit zum Betrieb

- das Heizen der Gebäude

- die Verwaltung

- den Transport der Produkte

 

anfallen. Papier ist dabei in der Regel der größte Posten in der Kohlendioxid-Bilanz von Druck-Erzeugnissen.

 

CO2-Ausstoß bei Druckerzeugnissen minimieren

 

Der Sammeldruck ermöglicht es, den CO2-Austoß deutlich zu reduzieren. Prospekte, Broschüren und Flugblätter entstehen im Gegensatz zum Buch- oder Zeitungsdruck nur in geringen Stückzahlen. Beim sogenannten Akzidenzdruck bleiben daher große Teile der Druckbögen ungenutzt. Durch das Sammeldruckverfahren werden verschiedene Aufträge auf einem Druckbogen untergebracht. Mit anderen Worten, der Bogen wird optimal genutzt. Es entstehen weniger Papierabfälle und damit weniger Treibhausgase.

 

Der CO2-reduzierte Druck ist nicht Klima neutral. Um dies zu erreichen, sind das Erfassen des CO2-Ausstoßes der gesamten Kette und dessen Neutralisation erforderlich. Dafür leistet die Druckerei eine Zahlung, um damit an andere Stelle den Ausstoß des Treibhausgases zu reduzieren. Über diese Ausgleichsabgabe entstehen beispielsweise Windenergieanlagen, welche Strom aus Kohlekraftwerken ersetzen.

Für das Erfassen des CO2-Ausstoßes und die Auswahl der unterstützenden Maßnahmen sind Kooperationspartner, wie ARKTIK oder ClimatePartner zuständig. Diese verteilen auch die Gelder, welche die Druckereien als Ausgleich abführen.

 

Gewinn für Umwelt und Klima: Vorteile der Verfahren

 

Gewinner ist auf jeden Fall die Umwelt. Der Klima neutrale Druck beziehungsweise CO2-reduziertes Drucken kommt damit allen Menschen auf dem Planeten zugute. Unternehmen die sich entschließen ihre Werbemittel klimaschonend herstellen zu lassen, signalisieren ihren Kunden und Partnern, dass sie sich aktiv für den Klimaschutz einsetzen. Ein entsprechendes Logo auf den Werbemitteln sorgt für ein gutes Image des Unternehmens.

Der CO2-neutrale Druck verursacht Kosten, da für die bei der Herstellung des Produkts entstandene CO2-Menge eine Kompensationszahlung geleistet wird. Durch den Sammeldruck fällt ohnehin weniger CO2 an, daher betragen diese Kosten in der Regel nur 0,5 und 1,5 Prozent des Auftragswerts. Dies erhöht die Gesamtkosten des Drucks nur unwesentlich. Im Gegenzug gewinnt der Betrieb an positivem Image.

 

Paula Wilk

 

 

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