Windräder sorgen für radioaktiven Abraum in China

Foto: ap/Kellermeister

Fatale Zwickmühle: Moderne Windpower-Anlagen erzeugen - indirekt -strahlenden Atommüll! Sie wirbeln mit Direktantrieb. Das spart den Betreibern anfällige Verschleißteile wie Getriebe, Kupplungen und Wellen – und bringt 60 Prozent weniger Ausfälle der Mühlen. Die Crux: Die Rotoren brauchen starke Permanentmagnete. Die aber funktionieren nicht ohne Metalle, die es auf der Erde kaum gibt. Bei deren Abbau und Aufbereitung fällt aber strahlendes Material an. In China verseuchen Thorium und Uran inzwischen weite Landstriche.

Neodym: 200 Kilogramm pro Megawatt Lei¬stung stecken in den Windanlagen. Um das Metall aus Gesteinen zu lösen, setzen die Hütten Schwermetalle und Giftstoffe ein. Übrig bleiben zudem radioaktive Stoffe wie Uran und Thorium, die in gelöster Form ins Grundwasser oder als Stäube in die Luft gelangen. Weil etwa radioaktives Thorium keine Verwendung findet, wachsen rund um chinesische Minen in den Städten Bayan Obo und Baotou riesige strahlende Halden unter freiem Him¬mel: schon etwa 90.000 Tonnen!

Blogger Ludger Weß zitiert eine Studie, wonach diese modernen Windräder bis 2020 die Branche erobern: „2020 werden ca. 55% aller dann vorhandene Anlagen einen Direktantrieb haben.“

Er zeichnet im Blog der Öko-Optimisten Dirk Maxeiner und Michael Miersch zugleich ein dramatisches Bild von den Folgen – vor allem in China, das 97 Prozent aller Neodym-Vorräte schürft. Der Rohstoff werde „in großem Stil und illegal in etwa 4.000 Abbaustätten rund um Ganzhou der Provinz Jiangxi abgebaut“. Weß weiter: „Aus Bayan Obu stammt etwa die Hälfte des in China produzierten Neodyms. Hinzu kommt, dass die Arbeitsbedingungen in den Minen größtenteils katastrophal, gefährlich und extrem gesundheitsschädigend sind.“

Das Metall verspricht aber beste Rendite. Der Bedarf übersteigt die verfügbare Menge um gut das Zehnfache. Deshalb explodierten die Preise. Sie stiegen von zwischen 2010 und 2011 von 42 Dollar auf über 330 US-Dollar pro Kilogramm.

 

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