03.03.2019

„Wortschöpfer“ des Klimawandels gestorben

Wallace Broeker Screenshotr<: Grist Magazine

Wissenschaftler und Mahner: Der Geo-Chemiker Wallace Broecker starb vor wenigen Tagen. Er galt als „Erfinder“ des Terminus „global warming“. Bereits 1975 prophezeite er den Klimawandel in seiner Arbeit.

Broeckers Interesse in der Forschung galt eigentlich vor allem den Ozeanen. Den Meeren widmete der am Ende 87-Jährige während seiner langen Forscherkarriere 17 Bücher. Er verfasste zudem rund 500 wissenschaftliche Arbeiten an seiner Wirkungsstätte Columbia University. Das listet jetzt posthum das Grist Magazine in einem Nekrolog für Wallace Broecker auf.

 

Klimawandel bereits 1952 thematisiert

 

Das Klima und seine Wirkung auf die Ozeane: Broecker lieferte mit seiner Forschung auch die Vorlage für Roland Emmerichs Hollywood-Welterfolg mit dem Kinostreifen „The Day after tomorrow“. Die entfesselte Naturgewalt, die höhere Temperaturen und steigende Meeresspiegel erzeugen und die zum Zusammenbruch des Golfstroms führen können, sind die Basis für den inzwischen schon zum Klassiker der Hollywood-Aufarbeitung einer dramatischen Zukunftsvision geworden.

 

 

Klimastreik der Jugend wächst

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Sein Wunsch, tatsächlich der Erste gewesen zu sein, der den Begriff „global warming“ in die wissenschaftliche Debatte einwarf, blieb Broeker aber leider verwehrt. Er hatte seinen Studenten 200 Dollar dafür geboten, wenn sie ein wissenschaftliches Zitat fänden, das den Begriff vor seiner eigenen Arbeit erwähnt hatte. So sehr war Broecker von seiner Leistung überzeugt.

Am Ende musste er nachgeben: Das Oxford English Dictionary , so beschreibt Grist Broeckers Niederlage, zitiere bereits 1952 einen Text des San Antonio Express, der auf steigende Temperaturen hinwies.

Dennoch: Wallace Broecker geht als jeder Mensch in die wissenschaftliche Literatur ein, der den Klimawandel als erster beim Namen nannte. Laut Grist hat er sich dennoch verbeten, darauf einen Hinweis auf seinen Grabstein zu meißeln.


lnh

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