Albi, eine Stadt wird Lebensmittel Selbstversorger

Foto: Snowdog (CC-Wikimedia)

Wie eine Stadt in Frankreich bis zum Jahre 2020 zum Selbstversorger in punkto Lebensmittel werden möchte. Anfang 2016 hat die Stadtverwaltung der Stadt Albi beschlossen, dass sich die Einwohner in naher Zukunft von und mit den umliegenden Agrarflächen selbstversorgen können.

 

Kurze Wege, auch zum Schutz vor Krisen

 

Allen 51.000 Einwohnern der französischen Stadt Albi soll ab 2020 die Möglichkeit eröffnet werden, Zugang zu Nahrungsmitteln zu haben, die in einem Umkreis von 60 Kilometern rund um die Präfektur Tarn produziert werden. „Wenn ein Landwirt seinen Kunden die Hände schüttelt, stellt er sich eher die Frage, was er auf seinen Feldern anbauen sollte.“ Doch will er keine Produkte aus weiter entfernten Gegenden verbieten, versichert Jean-Michel Bouat, der stellvertretende Bürgermeister, der an diesem Projekt beteiligt ist, „aber die Kohlenstoffbilanz geht uns alle an.“

 

Die Idee geht noch weiter. Die Stadtverwaltung hat sich weiterhin vorgenommen, im Falle einer Lebensmittelkrise die Einwohner versorgen zu können. Denn zur Zeit reichen die Lebensmittelvorräte gerade mal für fünf Tage an, bedauert Jean-Michel Bouat.

 

Weiterhin erwirbt die Gemeinde auf dem Wege des Vorverkaufsrechts nicht baureife Brachflächen rund um Tarn. Diese sind von Albi aus mit dem Fahrrad in etwa fünfzehn Minuten zu erreichen. Das Land wird dann in kleinen Parzellen in einer Größe bis zu einem Hektar an freiwillige, sogenannte Neu Gemüsebauern verpachtet und bestellt. CDC

 

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