Fast-Food wird immer grüner

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Die Tage der großen Fast-Food-Ketten könnten europaweit gezählt sein, denn sie rücken mehr und mehr in den Schatten von Bio-Burgern. Immer mehr Menschen befriedigen ihre Gelüste mittlerweile lieber bei kleinen Fast-Food-Läden, die regionale Zutaten verwenden und auf Geschmacksverstärker verzichten.

Die Auswahl steigt stetig an und für gute Qualität greifen die Deutschen immer öfter auch tiefer in die Tasche. Diese Entwicklung ist nicht nur gut für die eigene Gesundheit, sondern sorgt auch für mehr Nachhaltigkeit.

 

Gesundheit

 

Während große Fast-Food-Restaurants als fettig und ungesund gelten, boomen kleine Burgerläden in ganz Deutschland und dem Rest der Welt.

Die Zeit zum Essen fehlt zwar vielen Berufstätigen und Studenten immer noch, doch es wird deutlich mehr Wert auf die Qualität der Produkte gelegt. Der gesunde Burger aus Vollkornbrötchen, frischem Gemüse und saftigem Patty ist hipper denn je und kann ohne schlechtes Gewissen gegessen werden.

Beim Bio-Burger sollte auf Glutamat und andere Geschmacksverstärker, minderwertige Öle und importiertes Fleisch verzichtet werden - und dieser Devise folgen bereits viele Restaurants! Zum Burger gibt es oftmals keine Pommes, sondern frische Salate, statt Cola werden frisch gepresste Säfte und Superfood-Smoothies angeboten. Mit diesen Menüs wird der Besuch beim Fast-Food-Laden zu einem echten Energie-Booster.

So bleibt das bekannte Mittagstief aus und das Gehirn ist mit dem perfekten Nervenfutter versorgt, um in die zweite Hälfte des Arbeitstages zu starten.

 

Vegetarische Alternativen

 

Viele Fast-Food-Liebhaber suchen schon lange nach vegetarischen und veganen Alternativen zu den klassischen Rindfleisch-Pattys und Fischburgern. Auch wenn große Fast-Food-Ketten immer öfter vegane und vegetarische Burger in ihr Menü aufnehmen, so bleiben diese meist nicht permanent auf der Speisekarte und die Auswahl lässt weiterhin zu wünschen übrig.

Wer sich nach mehr vegetarischen Variationen sehnt, findet diese viel einfacher bei nachhaltigen Burger-Restaurants, die Pattys aus Soja, Seitan oder Tempeh oder käsige Alternativen wie Halloumi anbieten.

 

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Nachhaltigkeit

 

Nicht nur die Qualität der Produkte zählt für die modernen Fast-Food-Fans. Verwendete Zutaten sollen am Besten regional und saisonal eingekauft werden, um unnötige Umweltverschmutzung durch lange Transportwege zu vermeiden. Dafür sind sie nicht nur bereit, etwas mehr zu bezahlen, sondern sich auch auf eine saisonale Speisekarte einzustellen.

Der Konsum von Bio-Fleisch hilft außerdem, die CO2-Produktion in der Massentierhaltung zu verringern und bessere Bedingungen für Masttiere zu schaffen. Viele Restaurants verzichten mittlerweile auch komplett auf die Nutzung von Plastikverpackungen und Strohhalmen. Stattdessen werden Materialien wie Maisstärke und Papier verwendet, um das Essen zum Mitnehmen zu verpacken.

 

Fast-Food einmal anders

 

Unter dem Begriff „Fast-Food“ versteht man schon lange nicht mehr nur noch Burger und Pommes. Die italienische Fast-Food-Kette Vapiano bietet beispielsweise gesunde Salate, Pasta und Suppe im Schnelltakt. Auch asiatische Currys und Reisgerichte wie Nasi Goreng werden immer öfter für den flotten Imbiss angeboten. Vegetarische Versionen von Currywurst und Döner sind total im Kommen und werden selbst von Fleischliebhabern gerne gegessen. Diese sind oft fettärmer und werden mit frischen Zutaten zubereitet.

Fast-Food wird immer grüner und das kommt gut an. Regionale und saisonale Zutaten sind das A und O der neuen Fast-Food-Bewegung. Schon bald könnte der Begriff „Fast-Food“ damit sein Image als Guilty-Pleasure verlieren und zum absoluten Power-Food werden.

 

Martina Weiss


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