Glückspiel für Umwelt- und Klimaschutz

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Die Idee treibt Umweltschützer seit Jahren um: Kann Glückspiel Naturschutz finanzieren? Die Pläne sind schon älter, eine Naturschutz-Lotterie jedoch ist bislang nur in Teilen erfolgreich.

Die hessischen Grünen verhandelten sie einst mit der CDU im Koalitionsvertrag aus. Sie soll seit 2016 „finanzielle und vor allem zielgerichtete Unterstützung“ garantierern und die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Natur-oder Klimaschützer auf eine neue Basis stellen.

Für 5 Euro pro Los nehmen die Spieler an der Wochenziehung teil. Die Auslosung gibt es im Programm des Hessischen Rundfunks zu sehen. Allerdings anders als im bundesweit bekannten Lotto. Gewinner ist nicht, wer die korrekten Zufallszahlen tippt. Entscheidend ist eine Nummer auf dem Teilnahmerschein.

 

Gewinner ist der Natur- und Umweltschutz

 

Auch gewinnen können Mitspieler nicht – wie oft sonst bei Online Casino Österreich – hohe Summen. Statt Millionen sollte die Lotterie nach dem Willen der Initiatoren nur Beträge von bis zu 10,000 Euro ausspucken.

Hauptgewinner nämlich soll der Natur- und Umweltschutz sein. Dort investiert, kommen die Gelder der Teilnehmer dann gewissermaßen allen Menschen zugute.

 

 

Wie die Natur vom Glücksspiel profitiert

Ein Großteil der Fördermittel für den Naturschutz stammen aus dem Glücksspiel. Der deutsche Staat verdient Milliarden am staatlichen und privaten Glücksspiel in der Bundesrepublik.

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In Hessen haben die Politiker so geplant: Von den Erträgen der Lotterie gehen 50 Prozent an die Gewinner, die anderen 50 Prozent fließen an den Umwelt- und Naturschutz. „Der Name der Umweltlotterie GENAU 'Gemeinsam für Natur und Umwelt' ist Programm“, begründet denn auch das hessische Umweltministerium das Engagement bei der Lotterie, „denn im Mittelpunkt stehen der Natur- und Umweltschutz sowie das gemeinsame Gewinnerlebnis.“ Denn: Neben den Lotteriegewinnern lohnt sich der beste Casino-Bonus auch jeweils für „ein Umweltprojekt“, das „den festen Betrag von 5.000 Euro“ erhält. Bewerben um den Geldsegen können sich Projekte. Sie müssen sich dazu nur für „Erhaltung und/oder Wiederherstellung der Umwelt (Boden, Wasser, Luft) und Natur (Pflanzen und Tiere)“ engagieren.

Vorläufer der Idee gibt es seit 1997. Damals startete das NDR-Fernsehen seine Umweltlotterie BINGO – eine Unterhaltungssendung im 3. TV-Programm. Die sonntägliche Spielshow fördert seither nach Eigenangaben mit den Erlösen aus dem Spiel bereits bis zu 5.000 Projekte.

Die Besonderheit: 25 Prozent jedes Lospreises nutzt die Sendeanstalt zur Förderung von Umweltprojekten in Norddeutschland.

 

Jürgen Sulzbacher

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