Hollywood und der Klimawandel

Ausgetrockneter See in Oklahoma als Resultat der Hitzewellen in den Südstaaten der USA 2010-13. Foto: wikimedia cc, Al Jazeera English

Bei einer Zusammenarbeit von Hollywood- Größen wie James Cameron und Arnold Schwarzenegger denkt man vielmehr an einen neuen Blockbuster als an den Klimawandel.

Doch, zusammen mit einer ganzen Horde weiterer, weltweit erfolgreicher Schauspieler und Personen des öffentlichen Lebens haben sie nun ein beachtliches Projekt auf die Beine gestellt: „Years of living dangerously“ was auf Deutsch so viel heißt wie „Jahre des bedrohten Lebens“, eine mehrteilige Dokumentation, bei denen die Stars als vermeintliche Korrespondenten von den weltweiten Folgen des Klimawandels berichten.

 

„Ich habe mich gefragt, warum der Klimawandel trotz etlicher Warnungen der Wissenschaft und immer düsteren Aussichten, auf so wenig Resonanz in der Bevölkerung stößt. Doch letztlich wird kein Wissenschaftler so viel Aufmerksamkeit bekommen können wie jemand aus dem Show- Business“ so Schwarzenegger zu den Beweggründen des Projekts. Ihn selbst sieht man in der Dokumentation durch die von Waldbränden gezerrten Regionen Kaliforniens stapfen „Früher gab es pro Jahr eine Waldbrand- Saison, in der vermehrt Brände auftraten, heute überdauert eine Saison ein ganzes Jahr…“

Auch James Cameron, der unter anderem bei Filmen wie „Titanic“ oder „Avatar“ die Regie führte und mehrfach mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, sieht die öffentliche Wahrnehmung verzogen „Beim Thema Klimawandel denken die meisten Leute an schmelzende Polarkappen und zu rettende Eisbären. Ich denke, das ist ein großer Fehler, denn der Klimawandel ist zu 100 Prozent eine Geschichte der Menschen“. So widmen sich in den neun Folgen der Serie, Schauspieler wie Harrison Ford, Matt Damon, Jessica Alba, Ian Somerhalder oder Don Cheadle, Themen wie dem Hurricane Sandy und dessen Auswirkungen, dem Kampf gegen den Raubbau am Regenwald, den volkswirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen der vermehrt auftretenden Hitzewellen oder dem insbesondere in den Vereinigten Staaten weitverbreiteten und weniger kritisch gesehenen Fracking , sowie dessen Umweltauswirkungen.

 

Stars der Wissenschaft ebenfalls beteiligt

 

Neben den Stars der Unterhaltungsbranche sind auch regelrechte Stars der Wissenschaft und Klimaforschung an dem Projekt beteiligt. Unter anderem Professor Doktor Michael E. Mann, der an der 1999 veröffentlichten berühmten Hockeyschläger- Kurve des dritten IPCC- Sachstandsbericht beteiligt war oder Professor James E. Hansen der ehemalig für die NASA arbeitete und als einer der Ersten schon in 1980er Jahren auf den weltweiten Klimawandel aufmerksam machte. Auch Jane Goodall oder Kumi Naidoo, der ehemalige Vorsitzende von Greenpeace - International standen für den Film beratend zur Verfügung.

 

Insgesamt handelt es sich um ein Projekt mit herausragender Bedeutung. Die USA sind nach der Volksrepublik China immer noch die weltweite Nummer Zwei der größten CO2 Emittenten. CO2 gehört zu den wichtigsten Treibhausgasen und ist ein Hauptverantwortlicher des menschengemachten Klimawandels. Es bleibt zu hoffen, dass „Years of Living Dangerously“ mit all seinen prominenten Gesichtern endlich den öffentlichen Diskus in Amerika anstößt, den es bedarf um dem weltweiten Klimawandel wenigstens annähernd gerecht werden zu können….JK

 

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