20.02.2019

Nachhaltigkeit im Haushalt

Foto: pexels/Alena Koval

Wir hören und lesen es heute öfter denn je: Wörter wie öklologisch, biologisch oder nachhaltig schwirren in den Medien und der Werbung umher. Ein Bewusstsein hierfür scheint längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein. Dennoch muss man kritisch anmerken, dass in Deutschland immer noch deutlicher Besserungsbedarf in vielen Bereichen der Nachhaltigkeit besteht.

So ist der Energie-Verbrauch pro Kopf im EU-Vergleich immer noch überdurchschnittlich hoch und sogar weit über dem weltweiten Durchschnitt. Im EU-weiten Vergleich zum CO2-Ausstoß pro Kopf kommt Deutschland gar auf Platz 2 (hinter Niederlande).

Den Spitzenplatz hält Deutschland aber beim Müllverbrauch inne: 220,5 Kilo pro Kopf und pro Jahr werden hierzulande verbraucht - trauriger Bestwert in der Europäischen Union.

 

Mit diesen Öko-Tipps kann jeder einen Beitrag leisten

 

Selbstverständlich sind derartige Verbrauchszahlen auch der florierenden Industrie geschuldet, auf die man sicherlich auch nicht gerne verzichten würde.

Nichtsdestotrotz kann wirklich jeder von uns einen Beitrag leisten, damit wir nachhaltiger und ökologischer handeln und damit auch unsere Umwelt schonen. Daher haben wir an dieser Stelle ein paar Haushalts-Tipps parat, mit denen jeder im Alltag ökologischer handeln kann.

 

Sparsamer im Umgang mit Energie

 

Im Haushalt sollten wir darauf achten, dass wir nur so viel Energie wie nötig verwenden: Elektrogeräte im Standby Modus fressen beispielsweise unnötig Strom. Geräte die nicht benutzt werden, sollten also vom Netz.

Beim Heizen haben die meisten Haushalte ebenfalls massives Sparpotenzial. Wenig genutzte Wohnräume, wie Flur oder Bad, sollten auf 15 Grad beheizt werden. Das Wohn- und Schlafzimmer sollte nicht über 20 Grad warm werden.

Undichte Türen und Fenster sollten zudem ordentlich abgedichtet werden. Insbesondere in älteren Wohnungen und Häusern entweicht hierdurch sehr viel Wärme, die natürlich durch eine erhöhte Energiezufuhr ausgeglichen wird.

 

Wasserverbrauch reduzieren

 

Auch in diesem Bereich gehen wir oft unbedacht mit einem kostbaren Rohstoff um. Dabei ist die Reduktion des alltäglichen Wasserverbrauchs gar nicht mal so schwer: Dreh einfach den Wasserhahn beim Geschirrspülen oder beim Zähneputzen ab, wenn das fließende Wasser nicht gebraucht wird.

Spülmaschinen sind in der Regel effizienter beim als die Handwäsche, doch solltest Du auch hierbei darauf achten, dass das Gerät voll beladen ist. Bei der Körperhygiene kannst Du durch Duschen statt Baden ebenso den Wasserverbrauch stark einschränken.

 

Müllvermeidung und -trennung

 

Unsere Briefkästen quellen häufig mit unnötigen Papierprospekten über. Bei Vielen landen die Werbungen auch gleich wieder im Müll. Und falls man beispielsweise auf das aktuelle Kaufland Prospekt oder die neuen Prowin Angebote nicht verzichten möchte, kann man diese online beim Durschstöbern von Webseiten oder Apps genauso gut finden – damit handelt man wesentlich ökologischer.

Und überhaupt sind wir dank der Digitalisierung immer weniger auf Papier angewiesen: Notizen kann man auch auf dem Smartphone machen. Damit spart man ebenfalls Papier und ist gleichzeitig sortierter, als mit Papiernotizen. Auch im Bereich des Home-Office sollten wir lieber zweimal darüber nachdenken, ob ein Ausdruck eines Dokuments wirklich nötig ist.

Auch wenn sich Müll sicherlich nie komplett vermeiden lässt, sollte wenigstens auf eine ordentliche Trennung in Wertstoffe, Papier, Glas, Bio-Müll und Restmüll geachtet werden.

 

Kleine Tat, große Wirkung

 

Es ist also nicht nötig, dass wir unser Leben, unseren Komfort und unsere Gewohnheiten auf den Kopf stellen. Schon mit ein paar kleinen Änderungen im Umgang mit unseren Rohstoffen können wir einen Unterschied ausmachen. Also denke grün, denn wenn jeder derartige kleinen Taten im Alltag umsetzt, wird es uns die Umwelt danken - mit Sicherheit!

 

Georg Simic

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