Öko-Prinz Charles wird 65

Prinz Charles im Jahre 2012 Foto: wikimedia commons/Dan Marsh

Biobauer, Baumflüsterer, leidenschaftlicher Verfechter eines nachhaltigen Lebens und englischer Thronfolger – am 14. November 2013 feiert Prinz Charles seinen 65ten Geburtstag. global° gratuliert!

 

1952 ernannte man ihn zum englischen Thronfolger. 2013, 61 Jahre später sitzt noch immer seine Mutter, Queen Elizabeth II. auf dem englischen Königsstuhl. Kein Prinz in der Geschichte Englands wartete so lange wie Charles auf seinen Amtsantritt als König. Doch den grünen Prinzen scheint das wenig zu mürben, hat er doch genügend zu tun.

 

Wenn er nicht auf seinem Gut in Cornwell der Gartenarbeit nachgeht und mit Pflanzen und Bäumen liebevolle Dialoge hält, versucht er mit diversen Projekten die Welt ein wenig zu verbessern. Ökologische Landwirtschaft ist nur eines seiner vielen Interessen. Dass manch einer seiner englischen Landsleute ihn deswegen belächelt, schert ihn nicht. Eisern kämpft er für eine nachhaltigere Welt. Ob die Rettung des Regenwaldes, biologische Schweinezucht oder der Schutz der Meere, Prinz Charles hilft wo er kann.

 

Energisch ruft er zur grünen „Revolution“ auf. Prinz Charles sieht die „Erde in Gefahr“. „Sie wird nicht fertig mit allem, was wir ihr abverlangen. Sie verliert ihre Balance und daran sind wir Menschen schuld“, schreibt er in seinem Buch „Harmonie - Eine neue Sicht unserer Welt“. Seit 30 Jahren setzt sich der Prinz mit seiner Stiftung International Sustainability Unit für Umwelt- und Artenschutz ein.

 

Baumflüsterer Prinz Charles Foto: wikimedia commons/Allan Warren

 

Seit 2011 ist Prinz Charles der Präsident des WWF in Großbritannien. Gerne holt er sich Rat bei erfahrenen Umweltschützern oder Bio-Landwirten. Schweine streicheln oder die Klospülung des königlichen Palastes mit Regenwasser betreiben – Prinz Charles ist sich für nichts zu fein, wenn es nur der Umwelt dient. Genetisch veränderte Lebensmittel und Pestizide kommen ihm nicht in die royalen Gemäuer.

 

Die westliche Lebensmittelindustrie, den Billig-Konsum und die weltweite Ernährungssituation prangert er an. „Wir müssen uns fragen, ob wir Lebensmittel wirklich um die ganze Welt schiffen müssen", sagt der englische Thronfolger beim Langenburg Forum in Baden-Württemberg. Dort sprach er über Nachhaltigkeit und Lebensmittelpreise. Bioprodukte müssten allgemein zugänglicher werden und Umweltverschmutzer den wahren Preis für industrialisierte Nahrungsmittel zahlen. „Die Kosten treffen sonst unsere Kinder und Enkel."

 

Neben seinen vielen englischen und internationalen Auszeichnungen, ehrten auch drei deutsche Stiftungen den englischen Thronfolger mit Preisen: So verlieh ihm der BUND 1991 die Bruno-Manstein-Medaille für sein Engagement im Ökolandbau. 2008 bekam Prinz Charles den Deutschen Nachhaltigkeitspreis und 2010 den Eckart-Witzigmann-Preis für seine herausragenden Verdienste um eine nachhaltige Landwirtschaft.

 

CFE

 

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