27.01.2019

Pontevedra - eine Stadt ohne Autoverkehr

Foto: Contando Estrela / Flickr (CC BY-SA 2.0)

Was haben Paris und Madrid gemeinsam? Beide sind Hauptstäde, haben eine spanische Bürgermeisterin und wollen ihre Innenstädte vom Verkehr befreien. Dieses Problem hat Pontevedras Bürgermeister Miguel Anxo Fernández Lores nicht. Er hat bereits vor 20 Jahren dem Verkehr in seiner spanischen Provinzhauptstadt den Kampf angesagt. Heute ist die gesamte Innenstadt autofrei.

 

Pondevedra, südlich von Santiago de Compostela gelegen, hat rund 82.000 Einwohner, weder Straßenbahnen noch Metrostationen aber in der Vergangenheit bis zu 14.000 Autos täglich in der Innenstadt. Wo früher noch die Autos dicht an dicht standen, flanieren heute Fußgänger durch Straßen der mittelalterlichen Altstadt. Parkplätze für Anwohner befinden sich in den neueren Stadtteilen nicht mehr am Straßenrand, sondern unterirdisch. Auf den wenigen noch verbliebenen Verkehrsstraßen herrscht Tempo 30, der Durchfahrtsverkehr wurde komplett gestoppt.

 

 

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Einige wenige Ausnahmen hat der Bürgermeister jedoch gestattet: Brautleute dürfen weiterhin pompös mit ihrem Wagen zur Kirche und zurück fahren, die Hochzeitsgesellschaft allerdings muss ihnen zu Fuß folgen. Auch auf Beerdigungen dürfen Autos genutzt werden. Pontevedra ist nicht vom Tourimus überlaufen und auch die Zahl der Berufspendler ist überschaubar. Ein entscheidender Vorteil gegenüber den Metropolen und daher ist das Beispiel sicherlich auch nicht Eins-zu-eins übernehmbar. Trotzdem packt Madrids Bürgermeisterin Manuela Carmena das Problem an und will mit ihrem Paln, für den fast 550 Millionen Euro vorgesehen sind, bis 2030 die verkehrbedingten Emissionen auf die Hälfte es Werts von 2012 reduzieren.


hjo

 

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