Afrika: Wilderei wird immer größeres Problem

Foto: ap/Andrea Schmitter

Schon wieder droht ein trauriger Rekord: „Allein im Januar“, berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa) „wurden nach Angaben der nationalen Umweltbehörde in Pretoria schon 57 Nashörner illegal getötet.

Die jüngsten Nachrichten von der „Wilderer-Front“ in Südafrika lassen kaum Gutes erahnen. Nach dem Rekordjahr 2012, scheint sich für das noch junge Folgejahr statt einer Beruhigung der Situation eher eine neue Höchstmarke anzukündigen.

„Das Schlachten geht weiter“, titelt auch Vorarlberg-Online. Überschwemmungen und heftige Unwetter hätten den brutalen Tätern das blutige Handwerk dabei sogar erleichtert, schreibt das österreichische Nachrichtenportal, „da die Sicherheitskräfte nur eingeschränkt auf Patrouillen gewesen seien“.

 

Jagdbeute für den Schwarzmarkt in Asien

 

Dennoch melden die Wildhüter wenigstens bescheidene Erfolge im Kampf gegen die skrupellosen Machenschaften der Wilderer-Mafia. So seien Presseberichten zufolge 18 mutmaßliche Wilderer im Januar gefasst worden. Drei Gangster mussten ihre illegale Jagd auf die grauen Kolosse der Savannen mit ihrem eigenen Leben bezahlen. Sie fielen bei Schusswechseln und erlagen später ihren tödlichen Verletzungen.

Die Bilanz der zurückliegenden Jahre spricht eine deutliche Sprache: Die Wilderei hat zunehmend wieder Saison. 2012 waren den Verbrechern in Südafrika 633 Rhinozerosse zum Opfer gefallen. 2011 waren es 448, im Jahr zuvor 333. Hinter den mit modernen Waffen und guten Fahrzeugen ausgerüsteten Wilderern vermuten Experten und Artenschützern „die international organisierte Kriminalität“. Den Kadavern der erlegten Tiere sägen die Täter das Nashorn ab. Dann wird die Jagdbeute in der Regel nach Asien verladen. Obwohl ihr Material kein anderes als das von Fingernägeln ist, floriert in Asien der Handel damit.

Nashorn gilt wegen seines Rufes als Aphrodisiakum oder Heilmittel zum Beispiel gegen Fieber als sehr wertvoll.

Die Folgen für die Tiere sind eine Katastrophe. Nashörner gelten „mittlerweile als am stärksten gefährdete Großsäugetier“-Art, berichtet die Odysso-Redaktion des TV-Senders SWR. Denn inzwischen sprechen Medien wie Focus-Online von einem wahren „Pulver-Wahn“,

Der Der ist lukrativ. „In Pulverform bringt es auf den Märkten Asiens bis zu 50.000 Euro pro Kilo“, schreibt Vorarlberg-Online.

Immer häufiger setzen aber auch Artenschützer auf High-tech. So versucht etwa der WWF dem Treiben der Wilderer mit Drohnen beizukommen, oder setzt auf spektakuläre Rettungsaktionen für die Kolosse der Savanne. global° berichtete etwa über den Umzug von Nashörnern in Südafrika in einen Nationalpark der Provinz Limpopo. Dabei transportierten die Wildhüter ihre Schützlinge an einem Helikopter-Haken in die neue Heimat.

 

Lesen Sie auch:

 

Dreiste Diebe machen Jagd auf Europas Nashörner

Elfenbein-Handel boomt: Massaker an 400 Elefanten

Elefanten im Kongo

 

 

Most Wanted

Nora Sophie Greifahn von C2C e. V. Foto: C2C

C2C will „neues Denken voranbringen“

In Berlin eröffnete jetzt der Cradle-to-cradle e. V. die weltweit erste umfassende...


Screenshot: gunther-moll.de

Die Botschaft

Eine lebenswerte Zukunft im Einklang mit der Natur ist auf diesem Planeten möglich, wenn wir uns...


Screenshot: ARD-Video

Alpendämmerung – Europa ohne Gletscher

Die Alpengletscher sind nicht mehr zu retten, wann der letzte Gletscher verschwunden ist, scheint...


Neu im global° blog

Screenshot: gunther-moll.de

Die Botschaft

Eine lebenswerte Zukunft im Einklang mit der Natur ist auf diesem Planeten möglich, wenn wir uns...


Screenshot: ARD-Video

Alpendämmerung – Europa ohne Gletscher

Die Alpengletscher sind nicht mehr zu retten, wann der letzte Gletscher verschwunden ist, scheint...


Foto: DZ-4 GmbH

Der Solarboom kommt

Der richtige Solarboom kommt erst noch: Warum aktuelle Trends für eine Revolution im deutschen...


Folgen Sie uns: