Afrikas Stabilität leidet unter Wilderei

Nashorn Namibia Foto: Freddy Weber (CC Wikimedia)

Wilderei in Afrika gefährdet nicht nur den Artenschutz Nach Einschätzung der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft (ZGF) gefährdet die illegale Tötung von Elefanten und Nashörnern zunehmend die Stabilität der Afrikanischen Länder.

 

Wilderei erlegt nicht „nur“ Tiere

 

Die Mitarbeiter der ZGF gehen davon aus, dass rund 30.000 Elefanten pro Jahr illegal getötet werden. Dabei hat sich die Wilderei auf Elefanten und auch Nashörner stark nach Ostafrika ausgeweitet. Beide Tierarten gelten als gefährdet und somit auch die Lebensgrundlage vieler Menschen vor Ort. Denn der Naturtourismus schafft Arbeitsplätze, auch in ländlichen Regionen. Für viele Länder ist diese Einnahmequelle eine der wichtigsten Devisenquellen.

Mit der illegalen Tötung wird sehr viel Geld gemacht. Ausgehend vom Gewichts-Volumen-Verhältnis ist der Wert des Elfenbeins und des Nasenhorns noch höher als der von Gold oder Silber. „Wir sprechen da von Hunderten von Millionen Dollar, die da erwirtschaftet werden“, warnte der Geschäftsführer der ZGF, Christof Schenck, am Rande der Tansaniareise von Bundespräsident Joachim Gauck Anfang Februar. „Und das führt auch zu einer sehr starken Korruption in den Ländern. Es ist ein großes Risiko, das weit über Artenschutz hinausgeht.“

 

Viel mehr als „nur“ Artenschutz: „Serengeti darf nicht sterben“

 

Bernhard Grzimek war Direktor der ZGF und er war es, der 1959 die Einzigartigkeit der Serengeti der Weltöffentlichkeit nahe brachte. Die folgenden Jahrzehnte baute er dort, unterstützt durch den damaligen Staatspräsidenten Tansanias, den Naturschutz auf. Seit fünf Jahrzehnten stehen die Mitarbeiter der ZGF dem Tanzania National Parks (TANAPA) nun bereits zur Seite. Aktuell liegt der Schwerpunkt der Unterstützung beim Schutz vor Wilderei sowie bei der Verbesserung der Lebensbedingungen der dort lebenden Menschen.

Bundespräsident Joachim Gauck würdigte diese Arbeit in seiner Rede. „Wilderer hat es schon immer gegeben“, sagt Joachim Gauck, „aber man muss alles tun, um die Serengeti, dieses Geschenk an die Menschheit, zu verteidigen und im Rahmen des geltenden Rechts alle Mittel ausschöpfen“

Während des Besuchs von Joachim Gauck übergab Dr. Christof Schenck vom ZGF den neuen Operations Control Room an den TANAPA Direktor Alan Kijazi. Bei dem Gebäude handelt es sich um das neue Lagezentrum des

Nationalparks, erbaut von der ZGF. Hier laufen ab sofort alle Maßnahmen gegen die Wilderei zusammen. Ein kleiner, aber wichtiger Schritt für die Tiere und Menschen und gegen die Wilderei in Afrika. CDC

 

 

 

 

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