Alternative Nobelpreise in Stockholm vergeben

Alternative Nobelpreisträger 2013 Foto: Rght Livelihood Foundation

Alternative Nobelpreise überreicht: Paul Walker aus den USA, Raji Sourani aus Palästina, Denis Mukwege aus der Demokratischen Republik Kongo und Hans R. Herren aus der Schweiz erhielten in Stockholm die Alternativen Nobelpreise. Der Right Livelihoof Stiftung.

In ihren Reden bei der Verleihung im Reichstag von Stockholm sprachen die Preisträger über die Vernichtung chemischer Waffen sowie deren weltweiter Abschaffung. „Syriens Beitritt zur Chemiewaffenkonvention im September ist ein wichtiger und historischer Schritt hin zur vollständigen Abschaffung von Chemiewaffen“, betonte Paul Walker. „Aber sechs Länder sind immer noch nicht Mitglieder der Konvention – Angola, Ägypten, Israel, Myanmar, Nordkorea und Südsudan. Jetzt da Syrien das 190. Mitglied wurde, wird es Zeit, dass sowohl Israel wie auch Ägypten – die einzigen zwei Länder im Nahen Osten, die der Chemiewaffenkonvention nicht beigetreten sind – sich dieser anschließen und auf eine massenvernichtungswaffenfreie Zone im Nahen und Mittleren Osten hinwirken.”

Sie erwähnten die Menschenrechtssituation der Palästinenser in Israel und über das Völkerrecht. „Das Völkerrecht und die internationalen Menschenrechtsnormen erkennen unsere Würde, unseren Wert als Individuen an. Sie besagen, dass wir alle gleich sind, unabhängig von unserer Nationalität, unserem Geschlecht, Alter oder unserer finanziellen Situation. Es ist dieses Empfinden von Gleichheit, das bislang fehlt und das geschaffen werden muss“, sagte Raji Sourani, „In Palästina, wie in so vielen Situationen rund um die Welt, kann es keinen Fortschritt geben, wenn wir nicht als Menschen, als Gleichberechtigte, anerkannt werden.“

 

Preisträger setzen sich für den Frieden und gegen Gewalt ein

 

„Die Völker der afrikanischen Großen Seen-Region warten ungeduldig auf die Umsetzung des Addis Abeba Rahmenabkommens für Frieden, Sicherheit und Zusammenarbeit - das erste Friedensabkommen, das die Wurzeln der Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo und der Region angeht“, sagte Denis Mukwege. „Es ist ein Abkommen der letzten Chance und seine effektive Umsetzung erfordert den standhaften politischen Mut der Unterzeichnerstaaten und der internationalen Gemeinschaft.“ Es werde keinen Frieden ohne Gerechtigkeit geben, und der Kampf gegen Straffreiheit ist einer der Schlüssel, um die Gewalt gegen Frauen zu beenden, betonte der Preisträger über die massenhafte Vergewaltigung von Frauen im Kongo.

Über eine sichere und nachhaltige Nahrungsversorgung auf der Welt sprach Hans R. Herren. Er sagte: „Wie können wir die Welt in fünfzig Jahren ernähren, in Anbetracht der Ungewissheiten durch Klimawandel, Bevölkerungswachstum und schrumpfende natürliche Ressourcen? Die Antwort auf diese Frage besagt, dass es einen Kurswechsel in der weltweiten Landwirtschaft geben muss, dass „business as usual“ keine Option und ein neues Paradigma jenseits der Grünen Revolution von Nöten ist, und das schnell. Das neue Paradigma muss die Multifunktionalität von Landwirtschaft beachten und deren Schlüsselrolle in den drei Dimensionen von nachhaltiger Entwicklung: Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft ... in dieser Reihenfolge.“


red

 

 

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