Bundesregierung will Tierschutz verbessern

Foto: flickr/Bronk2000

Besserer Tierschutz ist das Ziel der Neufassung des deutschen Gesetzes. Die Bundesregierung kündigte jetzt im Parlament an, die Regeln der EU bis November umzusetzen. Die schützen vor allem Tiere in wissenschaftlichen Testlaboren. Das Motto der EU: „Vermeidung, Verminderung und Verbesserung“ - Replacement, Reduction, Refinement – das so genannte 3R-Prinzip.

Bessere Zeiten kommen auch auf 20 Millionen Ferkel in deutschen Ställen zu. Nach den Plänen der deutschen Regierung soll das neue Tierschutzgesetz nun endlich auch die betäubungslose Kastration der Tiere beenden.

 

Tierquälerei ab 2017 in Ferkelställen verboten

 

Sie soll ab 2017 verboten sein. Nach Berechnungen der Regierungsexperten kommen dadurch Mehrkosten auf die Schweinezüchter von rund zehn Euro pro Ferkel auf die Verbraucher zu.

Geändert werden sollen im neuen Gesetz die „Vorschriften zur Qualzucht“ sowie das Aufdrücken von Brandeisen zur Kennzeichnung von Pferden oder das Zuschaustellen von Tieren.

Den größten Aufwand vermuten die Behörden durch eine Ausweitung der Genehmigungsverfahren für Tierversuche. Voraussichtlich, so die Regierung bei der Vorlage des Gesetzestextes im Parlament, müssten gut 2.000 zusätzliche Anträge geprüft und bearbeitet werden. Das erfordere mehr Personal und mehr Material. Geschätzte Zusatzkosten für den besseren Tierschutz bei Tiertests: allein 1,2 Millionen Personalkosten-Plus.

Kritik am Vorgehen der Regierung kommt von den Grünen. Ihre Tierschutzexpertin Undine Kurth: "Landwirtschaftsministerin Aigner sieht angesichts der 53 Forderungen des Bundesrates, das Tierschutzgesetz zu verbessern, offensichtlich keinen Handlungsbedarf. Sie verzichtet etwa auf eine Positivliste für Zirkustiere, ein Verbot von Rodeo-Veranstaltungen, ein Ende der Pelztierhaltung oder die deutliche Verbesserung der Förderung von Alternativmethoden zu Tierversuchen."

 

 

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