25.06.2019

Chinas Saubermann-Revolution

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/ Danish Hazimi Fahrurrazi

Das Ziel ist groß – der Aufwand noch größer: Mit Milliarden will China die verschmutzte Umwelt im Land sanieren. Nach offiziellen Angaben wollen die Politiker in Peking dafür in den kommenden drei Jahren 440 Milliarden Dollar (386 Mia €) bereitstellen.

Nach der Luft, nun das Land. Chinas Regierung räumt auf. Sie versucht der durch den Wirtschaftsboom verschmutzten Landschaft beizukommen und sie wieder bewohnbar zu gestalten. Wie Xing jetzt die Nachrichtenagentur Reuters zitiert, gab An Xiaoning vom chinesischen Landwirtschaftsministerium die neue Strategie offiziell den Staatsmedien bekannt. Demnach soll die Summe in den kommenden drei Jahren investiert werden.

 

Landbevölkerung Chinas soll wieder bessere Lebensbedingungen bekommen

 

Mit dem Geld sollem vor allem in Dörfern sanitäre Anlagen gebaut, erneuert oder verbessert werden. In „People’s Daily“, der Zeitung der chinesischen kommunistischen Partei, habe An Xiaoning gesagt, dass auch die schwer verschmutzten Böden wieder gereinigt und für den Ackerbau zurück gewonnen werden sollen.

 

 

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Der Wirtschaftsboom in China hat das Land regelrecht verwüstet. Die schlechte Luft, die jährlich viele Menschen krank macht oder gar sterben lässt, ist inzwischen weltweit bekannt. Nun rückt die Staatspartei die Hinterhoffabriken in den Fokus. Oft ohne jegliche Kontrolle haben Arbeiter dort jahrelang wenig Rücksicht auf Böden oder Gewässer genommen.

Im Vordergrund stand stets der wirtschaftliche Aufschwung.

Neben der Sanierung der Böden, packt die Regierung mit Milliardenaufwand nun auch die Müllentsorgung in den Dörfern an. Die Lebensbedingungen der Millionen Bewohner in den dörflichen Regionen sollen damit verbessert werden.


jsu

 

 

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