DBU fördert: Mehr „Grün“ auf die Dächer

Dachgarten: schützt, kühlt, schafft euen Lebensrsaum Foto: Wikimedia CC/Immanuel Giel

Vorteil für Mensch und Natur: Begrünte Dächer sparen Energiekosten und schaffen neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. „In keinem Land gibt es so viele grüne Dächer wie in Deutschland“, betont die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Sie unterstützt Forschungsprojekte etwa zum Wärmedämmverhalten oder zur Identifizierung von potenziell zu begrünenden Dachflächen, „um den grünen Dächern weiter zum Durchbruch zu verhelfen“.

Flachdächer und geneigte Dächer bieten großes Potenzial für Dachbegrünungen. Davon ist DBU-Generalsekretär Heinrich Bottermann ist überzeugt: „ Begrünte Dächer verbessern das Mikroklima in den Städten, weil sie Kohlenstoff binden und durch den Verdunstungseffekt die Umgebung abkühlen.“ Wolfgang Ansel pflichtet ihm als Geschäftsführer des Deutschen Dachgärtner Verbands (DDV) bei: „Begrünte Dächer haben neben ökonomischen auch viele stadtökologische Vorteile für die natürlichen Schutzgüter Klima, Luft, Wasser, Boden, Artenvielfalt und Landschaftsbild.“ Auch eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) bestätigt laut einer Pressemeldung der DBU

„die Dachbegrünung als geeignete Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel“.

 

Grüne Dächer halten auch die Luft in der Stadt sauberer

 

„Leider wird die Bedeutung von Gründächern beim Nachweis zum Wärmedämmverhalten in der baurechtlichen Bewertung bislang nicht berücksichtigt“, kritisiert Gernot Minke vom Zentrum für Umweltbewusstes Bauen in Kassel. Deshalb wurde jetzt die DBU aktiv: Sie unterstützte Forschungen zu diesem Bereich. Ergebnis: Die Wärmeverluste in den Wintermonaten sind mit Gründächern bis zu 19 Prozent geringer als bei üblichen Flachdächern. „Bewachsene Dächer leisten somit einen Beitrag zu mehr Energieeffizienz und eingesparten Heizkosten“, so die DBU.

Mit zunehmendem Klimawandel heizen sich die Städte immer mehr auf, da versiegelte Flächen und fehlendes Stadtgrün den Effekt weiter verschärfen. Industrie und Verkehr heizten Städte immer stärker auf, die nachts kaum noch abkühlen können. Das belaste Gesundheit und Lebensqualität. „Begrünte Dächer bauen als natürliche Klimaanlagen die eingestrahlte Energie durch Anfeuchten der trockenen heißen Luft wieder ab“, sagt DBU-Referent Franz-Peter Heidenreich. Außerdem seien Dachbegrünungen nicht nur optisch für das Stadt- und Landschaftsbild eine Bereicherung, sondern auch wahre „Müllschlucker“. Sie filtern laut DDV im Jahr bis zu 0,2 Kilogramm Staub und Schadstoffpartikel wie Stickoxide, Kohlenmonoxid und Feinstaub pro Quadratmeter aus der Luft.


red

 

 

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