Stadtnatur in Wissenschaft und Praxis

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BfN-Präsidentin: „Urbanes Grün ist ein zentrales Ziel im Naturschutz“ Neues Schwerpunktheft der Zeitschrift „Natur und Landschaft“ „Natur in der Stadt – für Mensch und biologische Vielfalt“ – unter diesem Titel steht das aktuelle Schwerpunktheft der Zeitschrift „Natur und Landschaft“. Die Autorinnen und Autoren beleuchten aus verschiedenen Blickwinkeln die Bedeutung der urbanen Biodiversität und der Ökosystemleistungen der Stadtnatur für die Menschen.

„Natur in der Stadt – für Mensch und biologische Vielfalt“ – unter diesem Titel steht das aktuelle Schwerpunktheft der Zeitschrift „Natur und Landschaft“. Die Autorinnen und Autoren beleuchten aus verschiedenen Blickwinkeln die Bedeutung der urbanen Biodiversität und der Ökosystemleistungen der Stadtnatur für die Menschen. Praxisbeispiele illustrieren die wissenschaftlichen Beiträge.

„Angesichts der Tatsache, dass die Urbanisierung nicht nur weltweit fortschreitet, sondern auch in Deutschland rund 77 Prozent der Menschen in Städten oder deren Umfeld leben, ist der nachhalti-ge Umgang mit urbanem Grün ein zentrales naturschutz- und umweltpolitisches Ziel“, erklärt Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). „Neben Kenntnissen über die Wirkungen und Leistungen von Stadtnatur braucht es gelungene Beispiele, um ihren Schutz zu veranschaulichen und auch an anderer Stelle in der kommunalen Praxis besser umzusetzen.“

Das aktuelle Schwerpunktheft von „Natur und Landschaft“ setzt hier an. Die Beiträge geben zunächst einen Überblick zu gesellschaftlichen Grundlagen und politischen Zielen des Naturschut-zes in der Stadt. Weitere Schwerpunkte sind ökologische Einflussfaktoren auf die urbane Flora und Fauna sowie die Bedeutung von Naturerfahrungsräumen für Kinder. Planerische Aspekte der Entwicklung urbanen Grüns spielen im Artikel zur doppelten Innenentwicklung in deutschen Städten eine aktuelle Rolle. Hier geht es um die Verknüpfung von baulicher Verdichtung im Bestand mit einer Erhaltung und Verbesserung von innerstädtischen Grünstrukturen. Praxisbeispiele aus deutschen Kommunen ergänzen die wissenschaftlichen Beiträge und zeigen konkrete Wege von der Theorie zur Praxis auf.

„Auf nationaler Ebene ist es gelungen, die Belange von Stadtnatur in strategisch wichtigen Dokumenten zu verankern“, sagt Prof. Jessel und verweist darauf, dass in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt im Jahr 2007 bewusst auch für urbane Landschaften eine Vision formuliert und mit Zielen und Maßnahmen untersetzt wurde. Die Naturschutz-Offensive 2020 des Bundes-umwelt- und -bauministeriums (BMUB) aus dem Jahr 2015 nennt „Grün in der Stadt erleben“ als eines von zehn vorrangigen Handlungsfeldern des Naturschutzes. Auch das 2015 ebenfalls durch das BMUB vorgelegte Grünbuch „Grün in der Stadt – für eine lebenswerte Zukunft“ greift unter anderem die Bedeutung biologischer Vielfalt und der vielfältigen Leistungen urbaner Ökosysteme für die nachhaltige Stadtentwicklung auf.

Das vorliegende Schwerpunktheft unterstreicht in dieser Folge auch das Engagement des Bundesamtes für Naturschutz in diesem Bereich: „Seit zehn Jahren widmen wir uns verstärkt dem Naturschutz in der Stadt. Das Themenheft soll den Leserinnen und Lesern das Thema Stadtnatur mit seinen vielfältigen Aspekten nahebringen und Inspiration bieten, Naturschutz in der Stadt künftig gemeinsam weiterzuentwickeln“, sagt die BfN-Präsidentin.

 

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11.07.2016 10:57
Bundesamt für Naturschutz