Nachhaltiges Campen mit Wohnmobil

Der Umwelt zu Liebe: Nachhaltiges Camping

Nachhaltiges und umweltfreundliches Handeln sind Bestandteile der Lebensgestaltung von immer mehr Menschen. Eine ökologische und umweltbewusste Orientierung von Menschen in ihrem Alltag ist längst aus ihrem Nischen-Dasein herausgetreten und durchzieht mittlerweile sowohl berufliche als auch private Entscheidungen für einen bewussten Umgang mit der Umwelt. Auch im Urlaub spielt dieser eine Rolle und kommt besonders beim Camping zum Tragen.

Nachhaltiges Camping - Wie kann das gelingen?

 

Um auch im Urlaub bewusst ökonomisch nachhaltig zu handeln, steht die Frage nach dem Wie im Raum. Wie kann ein Urlaub in der Natur nachhaltig gestaltet werden, unter Berücksichtigung dessen, dass Wohnmobile zumeist mit Diesel angetrieben werden und mobile Urlaube erhebliche Mengen an Ressourcen verbrauchen? Wie kann der Camping-Urlaub die Natur erhalten, die für Ruhe, Entspannung und Entfernung von der Alltagshektik unabdingbar ist?

 

Was ist besser für die Umwelt: Urlaub im Hotel oder Urlaub mit dem Wohnmobil? Um die Frage nach dem Wie des umweltfreundlichen Camping-Urlaubes zu beantworten, folgen einige Tipps, die genau das zeigen: die Gestaltung eines naturnahen Campings, auch und gerade mit einem Wohnmobil! Dies ist sehr gut möglich und die folgenden Tipps können helfen, Camping als Alternative zum Hotel attraktiv zu machen und dabei auch Kostenaspekte zu beachten. Letztlich spart dies Kosten ein und schont die Umwelt.

 

1. Tipp: Campen statt Urlaub im Hotel

 

Der erste, ernst gemeinte, Tipp ist: Campen und Erkunden der näheren Umgebung ist dem Hotelurlaub vorzuziehen! Im Gegensatz zu meist mit dem Flugzeug zurückgelegten Fernreisen verbraucht eine Fahrt ins Grüne mit dem Camper wesentlich weniger Treibstoff und entlässt damit weniger C02 in die Atmosphäre! Auch der Aufenthalt in einem Hotel geht klassischerweise mit dem Verbrauch von Ressourcen einher, da oft eine durchgehende Versorgung mit Speisen sowie mit neuer Wäsche gewährleistet werden muss. All das kostet zudem noch Strom.

 

2. Tipp: Abfall sparen und Abwasser vermeiden

 

Sicherlich lässt sich das Abführen von Abwasser nicht völlig vermeiden. Werden dafür jedoch die dafür vorgesehenen Vorrichtungen an Campingplätzen oder auch Rastplätzen oder Tankstellen genutzt, stellt dies ökologisches Handeln dar, da ein ungeklärtes Einbringen des Abwassers in die Kanalisation vermieden wird.

Sicher lässt sich auch Müll beim Campen nicht vollständig vermeiden. Ein guter Schritt zur Nachhaltigkeit ist jedoch schon das Trennen von Müll. Weiterhin trägt eine intelligente Vorbereitung und Planung von Mahlzeiten zur Mülleinsparung bei.

 

Dazu ist Folgendes zu beachten:

• Statt Papp- oder Plastikgeschirr lieber wiederverwendbares Edelstahl- oder Emaille-Geschirr verwenden

• Verzicht auf Einpack- und Frischhaltefolien - besser: Auf wiederverwendbare Gläser oder Behälter mit Deckel zurückgreifen

• An Stelle von Einwegflaschen und Küchenpapier lieber Mehrwegflaschen und Stoffservietten sowie Geschirrtücher verwenden

• Weniger ist mehr: Passende Mengen von haltbaren Lebensmitteln im Vorfeld der Reise einplanen und in wiederverschließbaren Behältern mitführen

• Statt eingepackter Ware aus dem Supermarkt lieber frische regionale und saisonale Produkte vor Ort kaufen

 

3. Tipp: Trinkwasser ohne Plastik

 

Ein weiterer Punkt der Nachhaltigkeit ist der Umgang mit Trinkwasser. Dieses kann im Wassertank mitgeführt und vor Ort aufgefüllt werden. Hierzu bietet sich beispielsweise die Wasserleitung auf dem Campingplatz an. Auch Wasserfilter sind eine Option, sollte die Qualität des Leitungswassers doch nicht so gut sein. Wenn doch einmal Wasser in Behältern dazugekauft werden muss, sollte auf große Vorratsbehälter zurückgegriffen werden, die letztlich dem Recycling zugeführt werden können.

 

4. Tipp: Schadstoffe einsparen

 

Auch wenn die Pro-Kopf-Bilanz des Verbrauchs an Kohlendioxid bei Reisen mit dem Wohnwagen deutlich unter der von Fern- und Flugreisen liegt, werden hierbei Ressourcen verbraucht. Kraftstoff kann beim Camping wie folgt gespart werden:

• Fahrmanöver mit großen Geschwindigkeitsschwankungen vermeiden

• Fahren nur mit warmem Motor

• Zuglast und Gepäck einsparen

• Frühes und bedachtes Schalten sowie der Verzicht auf Kurzstrecken

• Erkundungstouren mit dem Fahrrad zurücklegen

• Reifendruck prüfen und diesen ggf. erhöhen.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass naturnahes Camping nach ein paar Vorinformationen und mit guter Planung sowie einem geschärften Bewusstsein für nachhaltiges Handeln sehr gut umsetzbar ist. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand und betreffen sowohl ökologische als auch finanzielle Aspekte. Verzicht muss dabei aber nicht geübt werden, vielmehr liegt der Schlüssel zur naturnahen Urlaubsgestaltung in der intelligenten Planung und Gestaltung des Urlaubs. Die obenstehenden Tipps können eine wertvolle Hilfe dabei sein und sind nicht schwer umzusetzen.

 

Camping-Ideen für Weltenbummler gibt es unter www.motorhomes-reise.de/campingurlaub/.

 


11.09.2018 10:45
Dirk Schwarzer

info@schwarzer.de