28.10.2019

Die besten Reiseziele für nachhaltigen Tourismus

Foto: Pixabay.com

Verreisen wird immer mehr zur Gratwanderung. Auf der einen Seite ist da das Interesse an fremden Orten und Kulturen und die Auseinandersetzung mit der Fremde, die zu mehr Toleranz und Verständnis beiträgt. Auf der anderen Seite wird der Aufschrei immer lauter, wenn es um Fliegen, Autofahren, CO2-Emissionen und das Thema Müll geht. Und Reisen produziert in der Regel alles davon.

Wer reist, sollte sich Gedanken über die Konsequenzen machen und zumindest versuchen, an den Umweltschutz zu denken. Dafür bietet sich zum Beispiel eine Reise in die nähere Umgebung an, die gut mit dem Auto oder Zug zu erreichen ist.

Für den Fall, dass es lieber etwas weiter weg gehen soll, empfiehlt sich ein Aufenthalt in einem Öko-Hotel. So haben sich einige Länder das Label „Öko-Tourismus“ groß auf die Fahne geschrieben und bieten sowohl nah und fern tolle, nachhaltige Tourismuskonzepte an, die die Natur schonen und nicht in den natürlichen Lebensraum von Mensch und Tier eingreifen.

 

1. Costa Rica

 

In Sachen Öko-Tourismus ist Costa Rica ganz groß. Das Land hat seine unzähligen Naturschätze erkannt und tut alles, um sie zu bewahren:

 

  • Regenwälder
  • Nebelwälder
  • 2 Küsten mit zahlreichen Stränden
  • rund 100 Vulkane
  • rund 350.000 Tierarten
  •  

    Ein Drittel der gesamten Fläche Cost Ricas ist bereits Naturschutzgebiet. 93 Prozent seiner Energie erzeugt Costa Rica aus erneuerbaren Ressourcen. Bis 2020 will Costa Rica klimaneutral sein und die Chancen, dass es klappt, stehen gut.

    Es gibt im Land viele Unterkünfte, die nachhaltig gestaltet sind, sogenannte Eco Lodges. Dort arbeiten Einheimische aus den benachbarten Dörfern, der Müll wird recycelt, die Toiletten sind kompostierbar und die Materialien aus denen gebaut wurde natürlich.

     

    2. Dänemark

     

     

    Foto: pixabay.com/Copenhagen/Padlock

    Dänemark ist nicht nur relativ nah und dadurch klimaschonend zu erreichen: mit dem Auto, statt mit dem Flugzeug - oder besser: mit der Bahn.

    Es gibt dort noch viel unberührte Natur, eine gute Infrastruktur und das Stichwort „sanfter Tourismus“ sorgt bei vielen Touranbietern nicht für Kopfschütteln, sondern im Gegenteil. Geführte Wanderungen, zum Beispiel ins Wattenmeer, werden so durchgeführt, dass so wenig wie möglich in die Natur eingegriffen wird. Urlauber können dazu beitragen, indem sie ihren Müll wieder mitnehmen und Leitungswasser aus ihrer eigenen Trinkflasche anstatt aus Plastikflaschen trinken.

    Auch die Hauptstadt Dänemarks lohnt einen Besuch. Kopenhagen gilt als das Fahrradparadies schlechthin, dort gibt es Straßen nur für Fahrradfahrer und die Radwege führen durch die gesamte Stadt. Als Tourist kann man sich einen Drahtesel leihen und die Stadt auf eigene Faust oder geführt erkunden. Dabei kommen sowohl Geschichts- als auch Architekturfreunde auf ihre Kosten. Wer gerne das Nachtleben genießt oder ins Casino geht, kann man mit einem Casino-Bonus üben und sein Glück anschließend im Casino in Kopenhagen versuchen.

     

    3. Chile

    Auch in Chile wird Naturschutz großgeschrieben. Mit einer Fläche von 9.141.200 Hektar geschützten Nationalparks will der südamerikanische Staat seine Umwelt schützen. Reisende werden in die Pflicht genommen, sorgsam mit der Umwelt umzugehen.

    Viele Touristenattraktionen in Chile sind nachhaltig und der Tourismus wird an vielen Stellen bereits „sanft“ gehandhabt – auch wenn immer noch Verbesserungspotenzial besteht. Dennoch gibt es viele Eco-Camps und Lodges, zum Beispiel in der Atacama-Wüste oder in Patagonien, die Ökostandards einhalten und den Besuchern die atemberaubende Natur näherbringen.

     

    Allgemeine Hinweise zu Fernreisen

     

    Wer eine Flugreise unternimmt, kann diese folgendermaßen zumindest ein wenig ökologischer gestalten:

     

  • So lange wie möglich am Zielort bleiben.
  • So oft wie möglich die einheimische Wirtschaft unterstützen, zum Beispiel mit Einkäufen oder Besuchen in Restaurants.
  • Den Flug nach der Reise mit Atmosfair oder anderen Kompensationsportalen kompensieren. Für das Geld werden dann Bäume gepflanzt oder andere Projekte unterstützt, die das verflogene CO2 wieder einsparen.
  • Auf den Öko-Standard von Unterkünften achten, um die Natur nicht übermäßig zu strapazieren.
  • Bei Wanderungen immer auf den vorgegebenen Wegen bleiben.
  • einen Müll in die Natur werfen und versuchen, so wenig Müll wie möglich zu verursachen.
  •  

    Die nachhaltigsten Reiseziele sind die, in denen es eine vernünftige Infrastruktur gibt und so wenig wie möglich in den natürlichen Lebensraum der Einwohner eingedrungen wird. Entwickelte Länder sind dafür per se besser geeignet als unterentwickelte Staaten.

    Dennoch gibt es auch immer mehr Schwellenländer wie Costa Rica und Chile, die aktiv etwas für die Umwelt tun und das Potenzial ihrer Naturschätze erkannt haben. Schließlich sollte Tourismus auch in ferner Zukunft noch möglich sein und nicht bereits in wenigen Jahren alles für das schnelle Geld zerstört sein.

     

    René Quacken

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