Die Zukunft is(s)t vegetarisch

Foto:flickr/mhg

Zu Beginn der diesjährigen World Water Week in Stockholm fordert eine neue Studie zu weniger Fleischkonsum auf. „Wenn wir uns weiter so ernähren wie bisher, wird es 2050 nicht genug Wasser geben um die Ackerfläche zu bewirtschaften, die ausreicht, die zu erwartenden neun Milliarden Menschen zu ernähren“, zitiert der Guardien den Report.

 

„Wie bisher“ heißt Burger, Schnitzel und Steak. Die westliche Bevölkerung bezieht ca. 20 Prozent ihrer Proteine aus tierischen Produkten. Ein großes Problem für die Wasserversorgung. Denn die Produktion von Fleisch, das Aufziehen von Tieren und deren Verarbeitung verbraucht wesentlich mehr Wasser, als die Herstellung und Produktion vegetarischer Lebensmittel. Ein Beispiel: Die Produktion von nur einem halben Kilo Rindfleisch verbraucht fast 7000 Liter Wasser. Für die Produktion von einem halben Kilo Weizen werden dagegen nur 95 Liter gebraucht.

Eine Möglichkeit die Wasserprobleme der Zukunft zu lösen wäre also, die Ernährung drastisch umzustellen. Experten fordern dazu auf weitgehend vegetarisch zu leben. Um die Weltbevölkerung von 2050 zu ernähren, müssen wir unseren Fleischkonsum auf fünf Prozent des gesamt Proteinbedarfs senken. Für einen Mann um die 80 Kilo entspricht das 2,5 Schnitzeln pro Monat. Und das nur, wenn er sonst keinerlei Wurst, Butter, Eier oder Käse isst.

 

Essen vs. Energie

 

Ein weitere Faktoren der die Wasserversorgung beeinflusst, ist die Konkurrenz zwischen Landwirtschaft und Energieversorgung. „Laut UN müssen wir unsere Nahrungsproduktion bis Mitte des Jahrhunderts um 70 Prozent steigern. Dadurch wird es zusätzliche Probleme Mit den Wasserressourcen geben und zwar in einer Zeit in der wir gleichzeitig wesentlich mehr Wasser zu Erzeugung von Strom brauchen werden“, erklärt die Studie des Stockholm International Water Institut.Die Autoren rechnen damit, dass der Energiebedarf in den nächsten 30 Jahren um 60 Prozent steigen wird.

Davon ausgehend, dass die Menschheit sich Problemen immer erst dann stellt wenn es fast zu spät ist, werden wir uns wohl aber noch einige Jahre an unserm geliebten Wurstbrot erfreuen können.

 

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