Ehrung für Hubert Weinzierls Lebenswerk

Preisträger 2014: (v.l.): Prof. Dr.-Ing. Gunther Krieg, Prof. em. Dr. Peter Hennicke und DBU- Ehrenpreisträger Hubert Weinzierl mit DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann. Foto: dbu

Zum 22. Mal Deutscher Umweltpreis vergeben: Bundespräsident Joachim Gauck überreichte gestern dem Ökonom und Energieeffizienzexperten, Prof. Dr. Peter Hennicke (72) und dem Wissenschaftler und Gründer der Firma UNISENSOR Sensorsysteme, Prof. Dr.-Ing. Gunther Krieg (72) den unabhängigen, mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas. Den Ehrenpreis überreichte Joachim Gauck an Hubert Weinzierl (78).

Alle drei Preisträger zeigen uns“, so Gauck „Wir können viele Dinge anders machen, wo vermeintlich eherne Sachzwänge walten.“

Im Rahmen der Preisverleihung betonte Generalsekretär Heinrich Bottermann von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), dass die Preisträger ihre Ziele der Energie-, Ressourcen- und Materialeffizienz auf ganz unterschiedlichen Wegen verfolgt haben: „Hennicke als Wissenschaftler und ausgewiesener Experte für eine nachhaltige Energieversorgung, Krieg als erfolgreicher Unternehmer und Entwickler weltweit einmaliger Mess- und Analysesysteme, die uns für eine nachhaltige Zukunft Perspektiven aufzeigen."

 

Hubert Weinzierl mit Ehrenpreis ausgezeichnet

 

Den bisher nur dreimal von der DBU vergebenen Ehrenpreis erhielt Hubert Weinzierl aus Joachim Gaucks Händen für sein lebenslanges Naturschutz-Engagement. Weinzierl habe die Menschen zum Nachdenken gebracht und sich damit großen Respekt erworben, so Gauck.

Die DBU würdigte ihn als Vordenker und Visionär, einen der ganz wenigen Zeitzeugen, die den organisierten Naturschutz aus der Nische in das Zentrum der Gesellschaft gerückt hätten.

Er gelte vielen als Profiliertester Naturschützer Deutschlands und Integrationsfigur von klassischem Naturschutz und moderner Umweltpolitik. Der Ehrenpräsident des Deutschen Naturschutzringes (DNR) und Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) habe sich Zeit seines Lebens mit viel Zivilcourage in der Naturschutzbewegung engagiert. Er sei nicht eine, sondern die tragende Persönlichkeit des Naturschutzes in Deutschland und habe wichtige Akzente für Nachhaltigkeit, Schöpfungsverantwortung und den Schutz der Artenvielfalt gesetzt. Beispielhaft für den langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden der DBU seien seine Impulse für die Umweltbildung, einen nachhaltigen Lebensstil sowie für den praktischen Artenschutz.

 

Weinzierl: "Naturschutz ist eine Frage der Liebe"

 

Die Preisträger selbst machten in Filmbeiträgen, die während des Festaktes eingespielt wurden, ihre Positionen und Einstellungen noch einmal deutlich.

Wobei Ehrenpreisträger Hubert Weinzierl in seinem Filmbeitrag gestand, dass er nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges feststellen musste, dass sich die Menschheit noch immer in einem „finsteren Krieg“ befinde, nämlich dem gegen die Schöpfung. Deshalb habe er sich fortan für den Naturschutz engagiert, der „für mich zu einer Frage der Liebe geworden ist. Und wenn man sich in die Welt, die Schöpfung, die Lebewesen verliebt hat, dann lässt man davon nicht mehr ab.“ Ihm als „pathologischen Optimisten“ tue es gut, wenn die Schar derer wachse, die erkennt, dass es so nicht weitergehen könne. Weinzierl: „Die wächst weiter – und darauf setze ich meine Hoffnung.“CDC

 

 

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