Eisbär-Baby: Der lange Weg ins Leben

Lara und ihr Baby Foto: ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen

Eine echte Erfolgstory: Die Sterblichkeitsrate eines Eisbär-Babys in der ersten Lebenswoche liegt bei über 45 Prozent. Im Durchschnitt überlebt nur jeder zweite Eisbär das erste Lebensjahr. Das am 4. Dezember 2017 in Gelsenkirchen geborene Jungtier jedoch wächst und gedeiht gut. Es hat sein Geburtsgewicht von rund 400 Gramm in 36 Tagen auf geschätzt 2.000 Gramm verfünffacht.

Noch ist das Kleine namenlos, da das Geschlecht bisher unbekannt ist. Seine dreizehnjährige Mutter "Lara" jedoch kümmert sich liebevoll und ausschließlich um ihr kleines weißes Baby. Sie hält es warm, umsorgt es und tränkt es mit einer sehr fettreichen Milch. Lara selbst geht nur etwa einmal die Woche in den Nachbarstall und bedient sich einige Minuten lang an der Selbsttränke. Seit Mitte November hat die Eisbärin der Gelsenkirchener ZOOM Erlebniswelt nichts mehr gefressen. Dies ist ganz normal in der Natur. Im Sommer und Herbst fressen sich Eisbärenweibchen eine dicke Fettschicht an, von der sie während der Geburt und der Aufzucht der Jungtiere zehren.

 

Eisbär-Baby in Gelsenkirchen wächst und gedeiht

 

Eisbärenjungtiere nehmen pro Tag rund 60 Gramm zu. Das Gelsenkirchener Eisbärbaby trinkt in seiner 5. Lebenswoche regelmäßig alle drei bis dreieinhalb Stunden bei seiner Mutter.

Seit Weihnachten hat das Kleine die Augen geöffnet. Noch kann es nicht laufen, krabbelt aber an der Mutter entlang und sucht sich so gezielt seinen Weg. Die ersten Zähne werden in den nächsten Tagen durchbrechen. Dies ist auch erneut eine kritische Phase, da es durch das Durchbrechen der Zähne zu kleinen Schleimhautverletzungen im Mund kommen kann, die bei einem eventuell nicht intaktem Immunsystem Infektionserreger erleichtern einzudringen.

In zwei Wochen etwa wird das kleine Eisbärbaby die ersten tapsigen Schritte wagen. Anfang Februar wird es anfangen, sich wenige Schritte von der Mutter zu entfernen.

Erst dann kann wieder Kontakt zur Eisbärin aufgenommen werden und die Tierpfleger bieten nach langer Zeit Lara wieder Futter an. Weitere drei Wochen später nimmt das Baby erste Mal feste Nahrung zu sich, wird aber noch bis fast zwei Jahre zusätzlich von der Mutter mit Milch versorgt.

Nach gut drei, vier Monaten erst verlassen Mutter und Kind, das dann zehn bis zwölf Kilo wiegt, die sichere Höhle. Dann wird das Jungtier für die Besucher der Erlebniswelt Alaska zu sehen sein. Vater Bill wird vermutlich erst nach gut zwei Jahren auf sein Jungtier treffen.


red

 

 

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