Elefanten brauchen besseren Schutz

Foto: pixabay CC/PublicDomain

Besseren Schutz für Elefanten, fordert anlässlich des Welttags des Elefanten am 12. August Präsident Olaf Tschimpke vom Naturschutzbund Deutschlands (Nabu). Zurecht: Jährlich morden Wilderer etwa 30.000 Dickhäuter, um deren Elfenbein-Zähne auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

Sie sind groß und majestätisch: „Der Afrikanische Elefant bewohnte einst den gesamten Kontinent - vom Horn Afrikas bis zur Atlantikküste und von der Sahara bis zum Kap der Guten Hoffnung“, schreibt der Nabu über die grauen Riesen Afrikas.Dann gerieten sie ins Fadenkreuz organisierter Elfenbeinkriminalität. Wilderer schlachten die größten Landsäugetiere der Erde regelrecht ab. Für den Naturschutz-Chef ist das „eine dramatische Entwicklung“, denn – so sagt der Nabu: „Alle 15 Minuten fällt ein Afrikanischer Elefant Wilderern zum Opfer.“

 

In 25 Jahren könnten Elefanten ausgestorben sein, sagt Olaf Tschimpke

 

Die Tragödie: Expertenschätzungen zufolge seien heute weniger als eine halbe Million Elefanten auf dem afrikanischen Kontinent übrig, betonen die Artenschützer. „Wir fordern, die internationalen sowie nationalen Elfenbeinmärkte zu schließen und den Elfenbeinhandel weltweit konsequent zu verbieten“, sagte Tschimpke. Sollte sich an der gegenwärtigen Situation nichts ändern, könnte der Afrikanische Elefant in 25 Jahren ausgestorben sein.

Besserung ist in Sicht: China, die Vereinigten Staaten und seit Kurzem auch Frankreich haben verkündet, ihre nationalen Elfenbeinmärkte zu schließen.

Aber: Die EU, bislang der größte Exporteur von legal gehandeltem Elfenbein, mauert bislang.

 

Konsequentes Handelsverbot für Elfenbein gefordert

 

Mehr als 20.000 Schnitzereien und 564 Stoßzähne wurden in den letzten zehn Jahren legal aus Europa exportiert, Tendenz steigend. Auch in Deutschland gibt es einen aktiven Handel mit legalem Elfenbein sowie ein traditionelles Schnitzereigewerbe. „Solange Elfenbein einen finanziellen Wert hat, werden Kriminelle einen Weg finden, von der Elefantentötung zu profitieren“, sagte Barbara Maas, Artenschutzexpertin der NABU International Naturschutzstiftung. „Seit 2011 werden Elefanten schneller getötet als sie sich fortpflanzen können. Daher ist ein weltweites, konsequentes Handelsverbot mit Elfenbein die einzige Möglichkeit, den Elefanten eine Überlebenschance zu liefern“, so Maas weiter.


red

 

 

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