Forscher zeigt: Kein Platz mehr für Natur auf der Erde

GRafik: University of British Columbia

Die Natur verschwindet vom Planeten Erde: Navin Ramankutty ist Agrar-Geograph an der kanadischen University of British Columbia. Seine neueste Forschung belegt, dass inzwischen auf fast der Hälfte der Erdoberfläche Bauern Feldfrüchte anbauen, um Menschen und vor allem Tiere zu ernähren, deren Fleisch wir essen wollen. "Für Natur bleibt immer weniger Raum", warnt der Wissenschaftler.

Die Zahlen erschrecken. 37 Prozent der Erdoberfläche ist bebaut mit Wohnungen, Straßen oder Fabriken. 40 Prozent beackern Landwirte und nur auf 23 Prozent kann sich die Natur in ihrer ursprünglichen Form entfalten - wohl gemerkt gelten diese Zahlen inklusive der eisigen Landschaft am Südpol oder der zu heißen Wüsten, in denen sich Natur nur sehr bedingt ausdehnen kann.

 

Satelliten-Daten belegen: Auf der Erde kein Platz mehr für ungestörte Natur

 

Ramankutty nennt seine Zahlen einen "viel zu großen Fußabdruck" der Menschheit. Diese Spur lässt für "Unzivilisiertes" keinen Raum. Auf einem Drittel der von Bauern beanspruchten Flächen, wachsen Feldfrüchter, auf zwei Dritteln weiden Tiere.

"Wildtieren bleibt da immer weniger Platz um zu leben und selbst Futter zu finden", sagt der Agrar-Geograph. Schon heute gäbe es mehr Tiger in Zoos oder menschlichen Wohnungen als in freier Wildbahn, zitiert ihn jetzt Treehugger.

Das Fazit des Forschers: "Wir Menschen zerstören unsere eigene Lebensgrundlage."

Nun hofft, dass seine Zahlen, die er aus Satellitendaten zieht und mit Daten der IUCN kombinierte, die Menschen wachrütteln und sie ihr Verhalten ändern, ehe eintritt, was er voraussieht.


pit

 

 

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