Fracking: Massensterben seltener Fische

Foto: U.S. Geological Survey/J. R. Shute, Conservation Fisheries, Inc

Der United States Geological Survey (USGS), eine wissenschaftliche Behörde des Innenministeriums der Vereinigten Staaten, warnt vor Umweltgefahren durch Fracking. In einem auf ihrer Internetseite veröffentlichen Schreiben stellt die Behörde fest, dass im Bundesstaat Kentucky durch die umstrittene Gasfördermethode ein nahegelegenes Gewässer mit Säuren und Metallen belastet wurde. Dies habe zu einem Massensterben der bedrohten „Blackside Dace“, einem bunten Karpfenfisch, im Wasserschutzgebiet des Acorn Fork geführt.

 

Laut der USGS ist der pH-Wert des Wassers nach Beginn des Fracking von 7,5 auf 5,6 gefallen, die elektrische Leitfähigkeit des Wassers von 200 auf 35000 Mikrosiemens gestiegen. Das deute einerseits auf einen höheren Säuregehalt und andererseits auf eine stärkere Konzentration von Metallen im Wasser hin.

 

Fracking boomt in Amerika und gerade deshalb werden Klagen landesweit immer lauter. In der Nähe amerikanischer Schiefergas-Bohrlöcher beklagen zum Beispiel immer häufiger Farmer, dass ihre Rinder erkranken oder sterben. Kälber kommen missgebildet oder tot zur Welt. Das investigative Food & Environment Reporting Network dokumentiert zahlreiche Fälle in den USA. In analysierten Wasser-, Boden- und Luftproben fand man eine Mixtur diverser Chemikalien im Wasser und in der Atemluft. Mediziner attestierten, dass die Ursache in den Fracking-Chemikalien liege. In Deutschland ist diese Fördermethode zwar höchst umstritten, eine klare Regelung gibt es aber immer noch nicht.

 

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