Fußball: DFB-Kicker landen nur auf Rang 3

Foto: DFB

Die deutschen Kicker sind beim Umweltschutz noch keine Europameister: Laut einer Liste aus dem Büro des Grünen-Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer kommt das DFB-Team unter den EM-Mannschaften in Frankreich nur auf Platz 3. Europameister sind die Franzosen.

Auf einer Liste hat der Grüne die Umwelt-Performance der National-Fußballer gecheckt. Sie liegt nach deren eigenen Angaben der Tageszeitung Die Welt vor. Das Blatt schreibt: „Frankreich ist jetzt schon Europameister – zumindest in Sachen Klimaschutz.“

 

Fußball und Umwelt: 24 EM-Teams im Check

 

Krischers Büro habe alle 24 Nationalteams gefragt, ob sie klima-neutral reisten, der Strom in ihren Trainingsquartieren grün sei und ob sie weitere Maßnahmen für den Klimaschutz ergriffen hätten. Manche Verbände antworteten spärlich, daher haben Krischers Mitarbeiter die Antworten mit Informationen der UEFA ergänzt, schreibt die Welt über die Aktion des Politikers zur Kicker-EM.

Ergebnis: Alle Nationen kompensieren die CO2-Emissionen, die sie durch ihre Reisen zur und während der EM verursachen. Alle Teams haben freiwillig einen Vertrag unterzeichnet, in dem sie sich dazu verpflichten. Darin haben sich die Verbände auch dazu bereit erklärt, ihre Fans zum CO2-Ausgleich zu ermuntern. Krischers Fazit: „Es ist erfreulich, dass die Nationalverbände und die UEFA auch auf dem Gebiet der Erneuerbaren, Nachhaltigkeit und Effizienz punkten wollen.“

Vorbildlich sei, lobt Krischer, vor allem die französische Equipe Tricolore. Sie überzeuge laut der Tabelle mit 100 Prozent erneuerbaren Energien im nationalen Trainingscenter. Das Umweltbewusstsein sei auch bei der Gebäudeausstattung und Nachwuchsförderung stark. In ihren Trainings-Centern haben die Franzosen Glühbirnen durch LEDs getauscht. Sie organisieren Jugendturniere zum Thema Nachhaltigkeit und vergeben an die Sieger Preise aus nachwachsenden Materialien: Medaillen und Pokale aus Holz. Kommentar der Welt: „Das reicht für den Sieg.“

 

“Die Mannschaft“: Nachholbedarf bei Umwelt- und Klimaschutz

 

England, Ungarn, die Schweiz und Schweden belgen gemeinsam den 2. Rang. Auf Platz 3 folgen Irland und Deutschland. „Der DFB ist in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit schon ganz gut aufgestellt“, zitiert die Zeitung Krischers Analyse. So gab es zur WM 2006 und zur Frauen-WM 2011 umfassende Umweltkonzepte, die in einer dauerhaften Arbeitsgemeinschaft „Umwelt“ im DFB mündeten. Neun WM-Arenen sind mit dem Ökoprofit-Siegel ausgestattet und seit 2012 kicken deutsche Amateure um den DFB-Umweltcup.

Nachholbedarf sieht der Grüne im deutschen Fußball beim Stromverbrauch. So beziehe die DFB-Zentrale in Frankfurt oder das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund ihren Strom aus dem deutschen Strommix – und nicht ausschließlich aus erneuerbaren Energien. Aus diesem Grund muss sich die "Die Mannschaft" in Krischers Ranking mit Rang drei zufrieden geben.


pit

 

 

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