19.05.2019

Geheime Glyphosat-Studien werden veröffentlicht!

Foto: Campact Flickr (CC BY-NC 2.0)

Ende der Woche ist die Einspruchsfrist von Monsanto, Cheminova und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gegen ein Urteil des europäischen Gerichts abgelaufen. Im März hatte das Gericht der Klage von vier Grünen Europaabgeordneten stattgeben, und festgestellt, dass das Recht der Öffentlichkeit auf Informaton zur Gefährlichkeit von Glyphosat über den wirtschaftlichen Interesse der Pestizid-Unternehmen liegt. Die EFSA muss daher jetzt alle bisher geheimen Glyphosat-Studien ohne Streichungen und in Gänze veröffentlichen. Diese können dann von unabhängigen Wissenschaftler*innen geprüft werden.

 

 

Erfolg! EU ändert Zulassungsregeln für Pestizide

Ein Erfolg auch für die Zivilgesellschaft: In der Nacht haben sich die Vertreter*innen des Europaparlaments, der EU-Mitgliedsländer und der EU-Kommission auf Reformen des EU-Zulassungsverfahrens für Pestizide, gentechnisch-veränderte Organismen und Futtermittelzusatzstoffe geeinigt.

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Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen für die Europawahl Sven Giegold schreibt dazu:

 

 

"Dieses Urteil ist aber nur ein erster Schritt. Denn ohne eine ökologische Reform der EU-Agrarpolitik wird dieser Erfolg nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein. Und dieser Kampf ist noch nicht gewonnen: Im April hat sich eine ganz Große Koalition aus Konservativen, etlichen Sozialdemokraten und Liberalen gegen unsere Grünen Vorschläge für eine ökologischen EU-Landwirtschaft gestellt und für ein Weiter-So beim ungehemmten Pestizideinsatz, dem Tierleid und der Umweltzerstörung gestimmt."

 

 

Dieser Erfolg im Kampf gegen Glyphosat und der Geheimnistuerei bei Pestizidzulassungen ist auch dem wachsenden Druck der Zivilgesellschaft und den Millionen Unterschriften unter Petitionen gegen Glyphosat zu verdanken.


red

 

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