Große Mehrheit im Land gegen Atomwaffen

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Die Menschen in Deutschland plädieren für ein Verbot von Atomwaffen. Bei einer repräsentativen Meinungsumfrage im Auftrag der der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) votierten drei von vier Bürgern dafür, dass das Land sich nicht länger den UN-Verhandlungen zur Ächtung von Atomwaffen verweigert.

Bislang, so berichtet jetzt global°-Medienparner Presenza, boykottiere die Regierung diese Gespräche auf UN-Ebene. Die ICAN-Umfrage organisiert YouGov Deutschland in Auftrag gegeben: Befragt wurden 2.072 Personen, die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung über 18 Jahren.

 

Anhänger aller Parteien sind für das Atomwaffen-Verbot

 

Das Ergebnis der Umfrage: 75 Prozent fordern die Teilnahme an den Verhandlungen, nur 12 Prozent sind dagegen, der Rest machte keine Angaben.

"Dabei überwiegt die Forderung unter Anhängern aller Parteien", schreibt Presenza: Von den Unions-Wählern bei der vergangenen Bundestagswahl sind 77 Prozent für die Beteiligung, von den SPD-Wählern 83 Prozent. Bei Linkspartei, Grünen und FDP sind die Zustimmungswerte noch höher. Lediglich unter den AfD-Wählern gibt es tendenziell weniger Unterstützer.

 

"Deutschland versäumt es, Zeichen gegen Aufrüstung zu setzen"

 

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In einem offenen Brief an Außenminister Sigmar Gabriel plädieren zudem NGO dafür, "der außenpolitischen Verantwortung Deutschlands und dem Ziel einer friedlichen und gerechten Weltordnung nachzukommen". Darin schreiben sie zur aktuellen Verweigerungshaltung der Bundesregierung, sich mit anderen UN-Nationen in New York am Verhandungstisch zu treffen: „Wer nicht am Tisch sitzt, bestimmt auch nicht mit.“ Deutschland versäume es im Moment "ein Zeichen gegen die weltweiten nuklearen Aufrüstungstendenzen und das gefährliche geopolitische Konkurrenzgebaren der Großmächte (zu) setzen."


pit

 

 

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