Kein Sonnenschutz mehr auf Hawaii

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Skeeze

Die US-Sonneninsel verbietet Sonnencreme: Ende Januar brachte Senator Will Espero einen Gesetzentwurf ins Parlament des Bundesstaats ein. Der Grund: Immer mehr Chemie aus dem künstlichen Sonnenschutz verseucht das Wasser des Ozeans und vergiftet dort die sensiblen Korallenbänke vor der Küste.

Die bunten Riffe und die dort lebenden Fische und kleinen Meeresbewohner zählen aber zu den wichtigsten Touristen-Attraktionen des Inselreichs im Pazifik. Hawaii verdangt ihnen einen guten Teil seines Budgets. Daher nimmt es Will Espero sehr ernst mit seinem Vorstoß. Laut einem Bericht des Department of Land and Natrural Resources sorgen „Schwimmer, Surfer und Speerfischer“ für zu viel Oxybenzon im Wasser. Die Chemikalie kann nicht nur den Menschen krank machen. Sie ist zwar in nahezu allen Sonnenschutzmitteln als Schutz vor UV-Strahlen enthalten, kann aber Hautzellen schädigen. „Außerdem kann Oxybenzon Allergien auslösen und den Hormonhaushalt gewaltig durcheinanderbringen“, schreibt das Ratgeber-Portal news.de.

 

14.000 Tonnen Sonnenschutz-Chemie im Ozean

 

Die Wissenschaftler des Department of Land and Natrural Resources berichten jetzt auch, dass Oxybenzon Korallenlarven deformiert, dass sie nicht mehr forttreiben und neue Kolonien starten können. Das berichtet auch Treehugger. Die Forscher registrierten vor Hawaii Oxybenzon-Konzentrstionen, die den Grenzwert um das 30-fache überschritten.

Hawaii ist nicht der einzige Ort, an dem die Sonnenschutz-Chemikalie Probleme breitet. Auch in dr Karibik fanden wissenxchaftler solch hohe Werte im Wasser. Sie errechneten, dass weltweit etwa 14.000 Tonnen der Chemikalie von der Haut sonnengebräunter Touristen ins Wasser spülen.


pit

 

 

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