Längster Biotop-Verbund in Europa

Foto: J. Pukownik

Ein starkes Signal für den Naturschutz setzen mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter von Ministerien und Nichtregierungsorganisationen aus den 24 Ländern in Mavrovo (FYR Mazedonien). Sie treffen sich dort Ende Juni zur 6. Grünes Band Europa –Konferenz. Der Biotopverbund entlang der ehemaligen Machtblockgrenzen quer durch Europa gilt Naturschützern als das „derzeit faszinierendste und ambitionierteste Naturschutzinitiative Europas“.

12.500 Kilometer weitgehend unzerstörte Natur vom Nordkap bis zur Donaumündung: Das ist die Grundidee des Grünen Bands. Dafür engagieren sich die Naturschutzstiftung EuroNatur und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Sie organisieren das Treffen in Mazedonien. Mitträger sind das Bundesamtes für Naturschutz (BfN) sowie das BMU.

Wesentliche Teile des Grünen Bands genießen zwar bereits formalen Schutz. „Längst aber noch nicht alle“, verweisen die Naturschützer darauf, dass es noch immer bedeutende Naturschätze entlang der früheren Grenze zwischen Ost und West gibt, „die als wichtige Rückzugsräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten dringend geschützt werden müssen“.

Vor allem die Balkanhalbinsel sei bis heute ein Problemgebiet: „Selbst in bestehenden Nationalparken und strikten Naturreservaten werden die Schutzziele bislang nur unzureichend verfolgt und die Entwicklung der Naturräume wird nur unbefriedigend vorangetrieben“, betonen die Organisatoren der Grünes Band-Konferenz, „denn es fehlen die nötigen Verwaltungen, die sich um diese wichtigen Aufgaben kümmern können.“

Gleichzeitig werde der Nutzungsdruck auf die kostbaren Naturschätze, sowohl auf dem Balkan wie auch in den zentraleuropäischen und nördlichen Regionen des Grünen Bande, durch große Infrastrukturprojekte wie Staudämme, Skigebiete, Windparks und Fernstraßen sowie durch Rohstoffabbau und Holzeinschlag immer massiver.

 

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