Lidl setzt sich für besseren Tierschutz ein

Foto: Dris Meta Franz/flickr CC 2.0

Discounter Lidl setzt auf bessere Standards für Tiere: Gesetze findet die Supermarktkette „eine Selbstverständlichkeit“. Sie will aber mehr tun. Das sagt zumindest ein Positionspapier.

Laut einem Bericht des Berliner Tagesspiegel sollen für „Tiere, von denen Eier, Milch und Fleisch, aber auch Textilien oder Schuhe stammen“, künftig fünf Prinzipien im Unternehmen gelten, „die das britische Komitee für das Wohl von Nutztieren verfasst hat“: „Die Tiere bekommen frisches Wasser und gesundes Futter, sie sind geeignet untergebracht, für ihre Gesundheit wird gesorgt und sie sollen keine Schmerzen leiden, sie haben ausreichend Platz und werden in Gruppen gehalten, Stress soll vermieden werden“, zitiert sie die Zeitung aus der Hauptstadt.

 

Kein Einkauf mehr bei Bauern die Tiere quälen

 

LIdl wolle dies seinen Kunden garantieren und deshalb seine Lieferanten und die Bauern in die Pflicht nehmen, mindestens die im Land geltenden Tierschutzstandards einzuhalten, schreibt der Tagesspiegel. Der Discounter will jedoch weiter gehen. So lehnt er etwa besonders umstrittene Haltungsbedingungen etwa für Hühner ab – kürzt ein Hühnerhalter künftig die Schnäbel seines Federviehs, kauft der Discounter nicht mehr bei ihm ein.

Dasselbe gelte, schreibt die Zeitung über die neuen Lidl-Richtlinien, wenn Landwirte ihre Ferkel kastrieren, ohne die Tiere zu betäuben.

Lidl will demnach künftig auch seine zuliefernden Landwirte anhalten, möglichst wenig Genfutter an Tiere zu verfüttern. „Auch Arbeitsrechte sollen bei der Herstellung tierischer Produkte eingehalten werden“, zitiert die Zeitung aus dem Positionspapier.


pit

 

 

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