Plastikmüll weht meist aus nur 5 Ländern ins Meer

Screenshot: Grist-Magazine/Shutterstock

Weit mehr als die Hälfte des Plastikabfalls in den Ozeanen der Welt stammt aus nur fünf Ländern. Laut einem Report der Ocean Conservancy und des McKinsey Center for Business and Environment wehte er von meist wilden Müllkippen aus China, Indonesien, den Philippinen, aus Thailand und Vietnam ins Wasser.

Das berichtet jetzt das PortalGlobal-Post. Mehr als 60 Prozent der geschätzten 4,5 bis 13,5 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren stammten aus diesen Regionen.

 

Kosten der Plastikfracht im Ozean: jährlich etwa 4,5 Milliarden Euro

 

Plastiktüten und -tassen, Zigaretten-Packungen, Dosen und Tuben, Spielwaren- oder Kleidungsreste treiben in den Wellen, beschreibt der aktuelle Report von Ocean Conservancy eindrücklich. Die dadurch verursachten Kosten schätzten die Wissenschaftler auf jährlich etwa 5 Milliarden US-Dollar (fast 4,6 Milliarden Euro).

Erstaunlich an dem Report: Nicht die US-Bürger oder die Europäer sind die schlimmsten Plastik-Sünder der Welt. Und das, obwohl sie massenhaft Kunststoff konsumieren – all ihre Waren sind darin verpackt oder bestehen daraus.

 

Wirtschaftsboom verursacht Müllproblem – Entsorgung ist mangelhaft

 

Das Problem in den fünf Müll-Produktionsländern ist deren wirtschaftlicher Aufstieg. Die Menschen besitzen mehr Bargeld. Damit kaufen sie mehr Waren. In diesen Ländern jedoch gibt es keine wirklich funktionierende Müllentsorgung – dort sammeln die Menschen nur 40 Prozent des Abfalls, selbst den deponieren sie unsachgemäß. Von den Halden weht das Plastik weg und landet so – wenn es nicht gleich dort „entsorgt“wurde – irgendwo im Wasser.

Überfüllte Flüsse und Seen schwemmen den Müll so allmählich ins Meer. Selbst die Müll-Sammler, die in Asien vom Verwerten des Abfalls leben, können so viel Müll nicht sammeln und entsorgen. Zudem, das sagt der Report, konzentrieren die sich auf die „wertvollen“ Bestandteile. Das ist aus deren sicht verständlich. An einem zehnstündigen Sammeltag verdienen sie im Schnitt gerade einmal etwa 50 Cents. Sammeln sie ausschließlich Flaschen, kommen sie auf immerhin fast 4 Dollar.


pit

 

 

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