Mensch verantwortlich für Krebs bei Wildtieren

Beluga Wal Foto: Pixabay CC/PublicDomain/werner22brigitte

Schuld ist wieder: der Mensch. Die zunehmende Beeinflussung der Umwelt durch Homo sapiens ist auch für immer mehr Krebsfälle bei Wildtieren verantwortlich. Zu dieser Erkenntnis kommen Forscher der Arizona State University.

Die Verunreinigung von Flüssen und Gewässern, die Strahlung von Kernkraftwerken in die Atmosphäre oder Plastikmüll sind laut den Wissenschaftlern um Mathieu Giraudeau maßgebliche Gründe dafür.

 

Mensch bringt Hormonhaushalt von Wildtieren aus der Balance

 

"Krebs bei wilden Tieren ist bisher nahezu unerforscht. Die Faktoren, die sich negativ auf den menschlichen Körper auswirken, haben sehr wohl auch Einfluss auf wilde Tiere", zitiert die Agentur Pressetext Giraudeau. Wie beim Menschen könne sich Lichtverschmutzung auf den Hormonhaushalt der Tiere auswirken. Auch weggeworfenes Essen, das Tieren über Umwege zukommt, habe Einfluss auf die Zellen.

 

Fisch mit Hautkrebs Foto: Michelle Heupel/Australian Institute of Marine

"Fettleibigkeit und Nährstoffmangel können, das ist allgemein bekannt, Krebs verursachen. Wildtiere kommen immer häufiger in Kontakt mit diesen anthropogenen Nahrungsquellen", erklärt laut der Pressemeldung auch Wissenschaftler Tuul Sepp. Bei Vögeln, die in der Nähe von Hauptstraßen und Städten ihre Nester haben, seien zudem die selben hormonellen Veränderungen wie bei Menschen vorgefunden worden, die unter Lichtverschmutzung litten. Diese begünstigen wiederum die Erkrankung an Krebs.

Laut den Wissenschaftlern sei es jedoch noch nicht zu spät für ein kollektives Bewusstsein, dass die menschliche Lebensart direkten Einfluss auf wilde Tiere hat, schreibt Pressetext: "Der heutigen Generation wird beigebracht, was uns und der Umwelt schadet. Das war früher in diesem Ausmaß nicht der Fall", stelle Tuul fest. Dennoch sei der Experte besorgt: "Wir wissen, was zu tun ist. Wir sollten der Umwelt nicht schaden - und trotzdem holzen wir Wälder ab, ernähren uns schlecht und gefährden damit auch die Tierwelt."


red

 

 

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