Müllkippe Ozean: Wegwerfgesellschaft zerstört Meer

Foto:Flickr/Free2Be

Die schwimmenden Müllberge in unseren Ozeanen wachsen ständig weiter. Um die Meere zu reinigen haben Industrie-Designer der French International School of Design nun ein neues Fangnetz entworfen. Eine schwimmende Drohne soll im Ozean kreuzen und dabei Plastikteile aufsammeln. Sind ihre Netze voll, läuft sie eine Reinigungsstation an. Dort wird die Drohne geleert und das Plastik zum Recyceln gesammelt. Die leere Drohne kommt anschließend zurück ins Wasser.

Trotz des edlen Gedankens zweifeln Wissenschaftler an der Durchführbarkeit, denn die Drohne ist nur für das Einfangen große Plastikteile designt worden. Die wahre Gefahr liegt aber in den Kleinstpartikeln: "Die größten Probleme verursachen die kleinsten Teilchen, die zudem eine Magnetwirkung für Giftstoffe haben, da sie eine verhältnismäßig große Oberfläche besitzen", kommentierte die Greenpeace-Meeresbiologie Antje Helms den Designentwurf gegenüber Pressetext. Die giftigen Plastikteilchen werden von den Kleinstlebewesen des Planktons gefressen und gelangen so in die Nahrungskette, an deren Ende oft der Mensch steht. Die einzig wirkliche Lösung des Problems ist Antje Helms Meinung nach einfach keinen Müll mehr ins Meer zu kippen: "Müllvermeidung ist mehr als nur ein Schlagwort", betont die Meeresbiologin.

 

Wie weit die Verschmutzung der Meere bereits fortgeschritten ist wird in der Dokumentation „Plastic Planet“ von Werner Boote deutlich. Zusammen mit dem Ozeanographen Charles J. Moore segelte er zum „Great-Pacific-Garbage Patch“, einem 700.000 Quadratkilometer großem Müllstrudel mitten im Pazifik. Nur zum Vergleich, Deutschland hat eine Fläche von ungefähr 350.000 Quadratkilometern.

 

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