Neue Methode spürt Umweltgifte auf

Foto: Michael Nils/BfG

Bewusst oder auch unbeabsichtigt: Menschen gefährden Boden, Wasser, Luft – und am Ende ihre Gesundheit – durch in die Umwelt freigesetzte Substanzen. Wissenschaftler der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz erarbeiten daher jetzt gemeinsam mit Kollegen der Hebrew University in Jerusalem (Israel) völlig neue Nachweismethoden für die Wirkung solcher Stoffe.

TREES - TRacking Effects of Environmental organic micro-pollutants in the Subsurface heißt ihr Forschungsprojekt. Darüber berichtet jetzt das Portal Bionity.com.

 

Stoffe in der Umwelt: Kombination von Nachweismethoden bringt Klarheit

 

Die Grundidee des Vorhabens bestehe in einer Kopplung der Dünnschichtchromatographie genannten Messmethode zur Trennung von Substanzgemischen mit zusätzlichen biologischen und chemischen Nachweismethoden. „Durch die Nutzung spezifischer biologischer Verfahren, etwa zur Erkennung hormonell aktiver Substanzen, werden alle Stoffe in einer Probe erkannt, die diese in der Umwelt unerwünschte Eigenschaft haben“, schreibt das Portal. Dies schließe die unbekannten Umwandlungsprodukte, die alle Substanzen möglicherweise nach ihrer Freisetzung bilden können und die unabsehbare Wirkungen entfalten können ein. „Die so nachgewiesenen Substanzen können anschließend durch chemische Methoden identifiziert werden“, schreibt das Portal über das Ziel der Forschung.

Dieser methodische Ansatz könne für eine Vielzahl von Fragestellungen und Aufgaben, etwa die Überwachung von Oberflächen-, Grund- und Trinkwasser, aber auch die Kontrolle von Kläranlagen oder Deponiesickerwässern eingesetzt werden. Diese Technik soll entscheidend dazu beitragen, „Mensch und Umwelt vor schadhaften Effekten durch freigesetzte Substanzen zu schützen“, so die Wissenschaftler.


red

 

 

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