05.03.2019

Norwegens Kampf gegen Waldrodung

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Mrs. Brown

Waldrodung stellt weltweit eines der wichtigsten Umweltthemen dar, was unter anderem daran liegt, dass die weltweiten Regenwälder massiv abgeholzt werden und dies massive Konsequenzen für unser Klima haben kann. Die Gefahr besteht, dass innerhalb der nächsten 100 Jahre jegliche Regenwälder weltweit abgeholzt sind.

Wenn man bedenkt, dass etwa 80 Prozent der Population an Tieren und Pflanzen auf der Erde in Wäldern lebt, dann kann man sich ganz gut vorstellen, was die Abholzung des Regenwaldes für diese Lebewesen bedeuten würde.

 

Weitere Gefahren der Abholzung

 

In weiterer Folge sind Bäume jedoch auch dafür zuständig, beispielsweise Treibhausgase und andere Schadstoffe aus der Luft zu absorbieren, was diese zu enorm wichtigen Filtern auf unserem Planeten macht.

Ein wichtiger Grund, warum die Abholzung von Wäldern überhaupt stattfindet, ist jener, dass oftmals Landwirte Raum für deren Vieh schaffen möchten und daher Wälder abbrennen, um diesen zu gewährleisten.

Insbesondere die Produktion von Soja, Rindfleisch, Palmöl sowie diversen Holzmöbelstücken in verschiedensten Ländern, hauptsächlich jedoch in Argentinien, Bolivien, Brasilien, Indonesien, Malaysia, Papua Neu-Guinea sowie Paraguay, ist für die weltweite Waldrodung verantwortlich, wobei in diesen Ländern etwa 40 Prozent der weltweiten Abholzung von Wäldern stattfindet.

Des Weiteren produzieren diese Länder auch etwa 44 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen.

 

Norwegens Policies gegen Waldrodung

 

Ein europäisches Land, welches massiv gegen die weltweite Abholzung vorgeht, ist Norwegen: Die skandinavische Nation hat beispielsweise bereits enorme Finanzmittel in verschiedenste Länder, wie etwa Brasilien, Indonesien und Liberia investiert, um Waldrodungen den Kampf anzusagen.

Norwegen ist auch das erste Land weltweit, welches abrodungsfreie Supply-Chains propagiert und sich dafür einsetzt, dass verschiedenste Produkte, wie etwa Soja, Rindfleisch, Palmöl und Holz produziert werden, ohne dass dafür Regenwälder abgeholzt werden.

Das Ziel für Norwegen ist eine nachhaltige Produktion dieser Güter, ohne schwerwiegende Konsequenzen für die gesamte Umwelt.

 

Norwegen zeigt sich konsequent

 

Norwegens Maßnahmen gegen Waldrodungen umfassen etwa ein Verbot der Verwendung von jeglichen Produkten, die sich in Verbindung mit Waldrodungen befinden.

 

 

Wider die Wald-Abholzer: Hilfe per Smartphone

Fernüberwachung für den Wald: Wissenschaftler der University of Maryland und Computerexperten von Google kombinieren ihr Fachwissen, um mit Hilfe von Satellitenbildern aus dem All die tatsächlichen Holzfäller-Hotspots auf dem Planeten zu entlarven.

weiter...

 

Damit führt Norwegen seinen Kampf gegen die weltweite Abholzung fort, wobei die skandinavische Nation bereits im Jahr 2015 eine Summe von einer Milliarde Euro an Brasilien gezahlt hat, um gegen das Problem der Regenwaldrodungen vorzugehen. Dies ist insbesondere deshalb wichtig, da Brasilien über 60 Prozent der Regenwälder auf dem ganzen Planeten verfügt.

Wenn man bedenkt, dass sich die Abholzungen in Brasilien im letzten Jahrzehnt um 75 Prozent minimiert haben, lässt sich auf jeden Fall sagen, dass Norwegens Bemühungen Wirkung zeigen und das Land einen großen Teil für den weltweiten Umweltschutz leistet.

Bleibt also zu hoffen, dass Norwegen so weitermacht und auch andere Länder auf den Zug aufspringen und Gesetze festlegen, welche die Verwendung von Produkten, welche die Zerstörung des Regenwaldes bewirken, verbieten. Wir haben schließlich nur einen Planeten, weswegen der Umweltschutz ein wichtiges Thema darstellt, welches stets höchste Priorität erfahren sollte!

 

Stephan Benton

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