Radioaktive Verseuchung durch Fracking

Radioaktive Abfälle Foto: Wikimedia CC/ Christian Fischer

Fracking-Abwasser ist radioaktiv verseucht: Eine neue Untersuchung von Wissenschaftlern an der Duke University misst erhöhte Strahlung aus der Tiefe. Von dort spült radioaktives Radium durch die Gas-Bohrlöcher auf die Erdoberfläche. Sie übersteigt die natürliche Hintergrundstrahlung immerhin um das 200-Fache.

 

US-Blogger Jay Stevens zitiert in eriereader.com einen Bericht der Wissenschafts-Zeitschrift Smithonian und eine Studie aus Environmental Science&technology. Danach lagern im Schmutzwasser aus den Bohrlöchern zudem zehnmal mehr Chloride und Bromide als nach den Regeln der US-Behörden erlaubt seien.

 

Fracking: Nicht Chemikalien, sondern Radioaktivität ist das Problem

 

„Selbst wenn wir Fracking heute völlig stoppen würden“, zitiert Stevens aus dem Smithonian, „haben wir schon so viel radioaktives Material aus dem Boden geholt, dass wir es nur in einem Atomendlager deponieren können.“ Er verweist darauf, dass dieses Wasser aufgrund der laxen Haltung der Fracking-Betreiber heute oft einfach im Boden wieder versickere und dort die Grund- und Trinkwasser-Reservoire kontaminiere.

 

Duke-Wissenschaftler Avner Vengosh hatte mit seinem Team über zwei Jahre lang Wasserproben am Auslauf der Josephine Brine Treatment Facility, einem Klärwerk in Blacklick Creek im US-BUndesstaat Pennsylvania gesammelt. Sein Kommentar: „Unsere Messungen zeigten ein Ergebnis, das schlimmer war als wir befürchteten.“

 

Das eigentliche Problem beim ohnehin umstrittenen Fracking, sagt der Wissenschaftler, seien wohl nicht die Chemikalien in der Wasserlösung, sondern bislang völlig unbeachtete radioaktive Elemente. Radium etwa hat eine Halbwertszeit von 1.600 Jahren. Es muss also für sehr lange Zeit sicher entsorgt werden.

 

 

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